Inside: Loewe
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Bei Loewe läuft es rund. Unternehmens-Chef Rainer Hecker hat es innerhalb der verganenen beiden Jahre geschafft, den Kronacher Fernsehgerätehersteller aus dem Sumpf zu ziehen. Ein plötzlicher Einbruch wie vor drei Jahren ist nicht mehr zu erwarten, doch die Börse ist noch skeptisch.

MÜNCHEN. Es ist warm in jenen Sommertagen 2001. Jeder Bummel in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm wird zur schweißtreibenden Aktion. Dennoch genießt Loewe-Chef Rainer Hecker jede Minute im Trubel der Internationalen Funkausstellung (IFA). Er ist der Star, der gefeierte Chef des Kronacher Fernsehgeräteherstellers Loewe. Während die Konkurrenten Grundig und Schneider ums Überleben kämpfen, eilt Hecker von einem Rekord zum anderen. Die Umsätze sprudeln, Analysten und Medien überschlagen sich vor Lob.

Wenn Hecker morgen die Bühne der diesjährigen IFA betritt, dann wird er wieder gut gelaunt sein. Denn es läuft rund bei Loewe. Von einer Euphorie wie in jenem Sommer vor fünf Jahren wird er trotzdem nichts wissen wollen. Die Zeiten haben sich gewaltig geändert und vier harte Jahre liegen hinter dem Manager .

Es ist keineswegs selbstverständlich, dass es seine Firma überhaupt noch gibt. Denn selten ist ein solides, börsennotiertes Unternehmen in so kurzer Zeit so tief gestürzt wie Loewe. Weil die Kunden um die klobigen Bildröhrengeräte der Franken einen weiten Bogen machten, brach der Umsatz 2003 um ein Viertel ein. Ein hoher Verlust lief auf. Hecker und seine Mannschaft hatten den Markt völlig falsch eingeschätzt: In den Anfangstagen der Flachbildschirme fehlte ihnen das passende Angebot.

Noch Anfang des neuen Jahrtausends hatte Hecker seinen Aktionären versprochen, den Umsatz um jährlich acht Prozent und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) jedes Jahr um mehr als zehn Prozent zu steigern. Doch davon war schon bald nicht mehr die Rede. Für Loewe ging es ums Überleben.

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