Inside: Süd-Chemie
Enthemmende Honigbienen

Wie bei anderen Unternehmen gibt es auch bei dem Traditionskonzern Süd-Chemie einen Großaktionär mit Private-Equity-Hintergrund: One Equity-Partners. Eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit. Dabei schienen sie am Anfang so gar nicht zueinander zu passen.

MÜNCHEN. Den schönen Satz: „Meine Heuschrecke ist eine Honigbiene“, hat Randolf Rodenstock gesprochen, nachdem er die Mehrheit an seinem gleichnamigen Familienunternehmen an den Finanzinvestor Permira verkauft hatte. Die Süd-Chemie, der Name besagt es, macht ganz andere Dinge als der Münchener Nachbar, der Brillenkonzern Rodenstock.

Doch gibt es auch bei der Süd-Chemie, dem von Justus von Liebig mitbegründeten Traditionskonzern mit seinen fast 5 000 Leuten weltweit, einen Großaktionär mit Private-Equity-Hintergrund: One Equity-Partners. Und auch hier gibt es die Honigbienen-Konstellation, eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit.

Dabei schienen Süd-Chemie und OEP am Anfang so gar nicht zueinander zu passen. Der Hersteller von Spezialchemikalien für die Gießerei-, Lebensmittel- und Chemieindustrie galt als ebenso traditionsreiches wie schwerfälliges Unternehmen. Hinter OEP steht die Wall-Street-Ikone JP Morgan.

Der Systemkonflikt schien programmiert, als die Allianz, die Bayern LB und die Familie Possehl Mitte 2005 knapp 40 Prozent der Süd-Chemie an OEP verkauften. Die Sache schien nicht leichter zu werden, als das Management den verbliebenen Altaktionären empfahl, die Offerte der OEP abzulehnen. Alle warteten auf den Showdown; es sollte anders kommen.

Denn seit dem Einstieg von OEP geht es mit der Süd-Chemie steil aufwärts. Das Unternehmen hat seinen Wert in kurzer Zeit fast verdreifacht, die Milliarden-Grenze beim Umsatz durchbrochen. Vorstandschef Günter von Au fordert vom Management, die ohnehin strammen Ziele seines Wachstumsplans bis 2010, der 1,2 Milliarden Euro Umsatz vorsah, noch zu übertreffen.

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