Inside: Vodafone
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Vodafone Konzernchef Arun Sarin musste handeln. Sein erster Schritt ist der Verkauf der Mehrheit an der japanischen Tochter, der den Konzernumsatz um rund ein Fünftel senken wird.

LONDON. Make the most of now – so lautet nicht nur der aktuelle Werbespruch von Vodafone, sondern offenbar auch das neue Motto des Konzernchefs Arun Sarin. Die großen Aktionäre waren es leid, auf die goldene Zukunft des Multimedia-Mobilfunks und auf die Genesung der Problemtochter in Japan zu warten. Also musste Sarin handeln. Sein erster Schritt ist der Verkauf der Mehrheit an der japanischen Tochter, der den Konzernumsatz um rund ein Fünftel senken wird.

Die Aussicht auf womöglich fünf Milliarden Pfund (7,3 Milliarden Euro) Sonderdividende dürfte erregte Gemüter besänftigen. Doch sie weckt auch Appetit auf mehr. Anleger fordern den Ausstieg aus dem US-Geschäft, wo Vodafone über die 45 Prozent an Verizon Wireless nicht hinauskommt. Der Verkauf an den Mehrheitspartner Verizon könnte den Aktionären einen Geldsegen von 20 Milliarden Pfund bringen.

Doch wäre er auch im langfristigen Interesse des Unternehmens? Vodafone schließt nichts aus, argumentiert aber, dass die Beteiligung am US-Marktführer nicht mit der Nummer drei in Japan zu vergleichen ist. Sie fährt schöne Wachstumsraten und einen erfreulichen Cash-flow ein.

Zudem würde die Veräußerung etliche Milliarden an Steuern kosten. Am Ende wird auch dies eine Frage des Preises sein. Treibt der neue Wettbewerbsdruck durch die Fusion von AT&T und Bell South Verizon zu einem so hohen Angebot, dass die Steuern kein Hindernis mehr darstellen? Wir werden es vermutlich bald wissen.

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