Inside: Volvo
Gelungener Doppelschlag

Kaufrausch in Göteborg: In nur sieben Tagen hat der Chef des weltweit zweitgrößten LKW-Herstellers Volvo, Leif Johansson, gleich zweimal tief in seine Kasse gegriffen. Doch jetzt gilt es, die Richtigkeit dieser Einkaufstour zu beweisen.

STOCKHOLM. Vor einer Woche legte der schwedische Brummi-, Bus-, Motoren- und Baumaschinen-Produzent den Aktionären des japanischen Konkurrenten Nissan Diesel ein 1,4 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot vor. Am Dienstag dieser Woche folgte der zweite Schlag: Volvo übernimmt die Baumaschinen-Sparte des US-Konzerns Ingersoll Rand für umgerechnet 993 Millionen Euro.

Die beiden Übernahmen, die noch von Wettbewerbshütern und Aktionären akzeptiert werden müssen, stärken die Position des schwedischen Konzerns. Außerdem kann sich Johansson durch die Akquisitionen seinen ärgsten Kritiker vom Leibe halten.

Christer Gardell, Gründer des Hedge Fonds Cevian Capital, fordert seit Monaten, Volvo möge seine Aktionäre endlich mit einer Sonderausschüttung beglücken. Cevian Capital ist mit mehr als fünf Prozent vom Kapital einer der größten Volvo-Einzelaktionäre. Gardell fordert deshalb einen Platz im Aufsichtsrat, ein rotes Tuch für die übrigen Aktionäre, die langfristiges Engagement auf ihre Fahnen geschrieben haben. Nach der Einkaufstour der vergangenen Tage sind Gardells Chancen weiter gesunken.

Volvo-Chef Johansson hat also mit seinen Einkäufen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Gardell ist auf Abstand gebracht und der Konzern deutlich gestärkt. Volvo ist bei LKW die weltweite Nummer zwei nach Daimler-Chrysler. Mit dem Zukauf von Nissan Diesel, wo die Schweden schon seit dem vergangenen Jahr mit 13 Prozent größter einzelner Anteilseigner waren, verringert sich der Abstand deutlich. Im Segment der schweren LKW wird Volvo nach der Integration von Nissan Diesel den deutsch-amerikanischen Riesen sogar überrunden.

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