Insolventer Autozulieferer kämpft ums Überleben
Drastische Lohnkürzungen bei Delphi

Im Kampf ums Überleben hat der insolvente US-Autozulieferer Delphi massive Lohnkürzungen angekündigt.

HB DETROIT. Die Gehälter der rund 50 600 Angestellten in den USA sollten um rund 63 % gesenkt werden, sagte Delphi-Chef Steve Miller am Mittwoch. Er wies jedoch darauf hin, dass damit die Gehälter und Leistungen für auf Stundenbasis Beschäftigte lediglich auf das Niveau der Branche angeglichen würden. Die meisten der in den USA Beschäftigten sind in der Gewerkschaft UAW organisiert.

Miller zeigte sich zuversichtlich, mit der UAW eine Einigung zu erzielen. Die Gewerkschaft könne angesichts des Wettbewerbsdrucks nicht länger auf hohen Löhnen beharren. Gleichwohl verstehe er die Arbeiter und ihren Zorn, sagte der Unternehmenschef. Delphi will Gerichtsdokumenten zufolge bis Ende des Jahres eine Einigung mit der UAW erzielen. Ansonsten werde das Gericht gebeten, die Verträge mit den Gewerkschaften aufzulösen.

Ein Erfolg bei der Senkung der Lohnkosten dürfte für Delphi entscheidend dafür sein, wie viele Fabriken in den USA erhalten werden können. Auch die Zukunft der Pensionszahlungen hängt davon ab. Delphi war nicht zuletzt wegen seiner hohen Löhne ins Straucheln geraten. Nach Millionenverlusten hatte das Unternehmen vor knapp einer Woche einen Insolvenzantrag bei einem New Yorker Gericht gestellt. Mit der Sanierung wird auch ein erheblicher Stellenabbau einhergehen.

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