Insolvenzen
Immer mehr Unternehmen gehen pleite

In dieser Woche meldeten mit Schimmel und Kögel zwei weitere Traditionsunternehmen Insolvenz an. Und die nackten Statistiken bestätigen den Eindruck, dass die Zahl der Firmenpleiten weiter zunimmt.

HB BERLIN. Die Rezession treibt immer mehr Unternehmen in die Pleite. Im Mai meldeten 14,9 Prozent mehr Firmen Insolvenz an als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. In den ersten fünf Monaten des Jahres mussten damit 12,9 Prozent mehr Betriebe den Weg zum Konkursrichter antreten als im Vorjahr. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im Mai, allerdings war das Plus mit 0,4 Prozent vergleichsweise gering.

Weil es in einer Rezession eine Weile dauert, bis Unternehmen das Geld ausgeht, ist für die kommenden Monate mit einem weiteren Anstieg der Firmenpleiten zu rechnen. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform geht für dieses Jahr von bis zu 35 000 Insolvenzen aus. Nun treffe es vor allem mittelständische und kleinere Unternehmen, sagte ein Creditreform-Sprecher. "Die Welle der Insolvenzen bei großen Unternehmen und im Verarbeitenden Gewerbe dürfte weitgehend durch sein." Aufsehen hatten zuletzt die Pleiten der Handelskonzerne Arcandor und Woolworth sowie der Autozulieferer Karmann und Edscha erregt.

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