Insolvenzverfahren über WCM eröffnet
Versteigerung der Klöckner-Werke gestoppt

Weil das Insolvenzverfahren über die zahlungsunfähige Beteiligungsgesellschaft WCM eröffnet wurde, hat die HSH Nordbank die Versteigerung der gepfändeten Anteil an den Klöckner-Werken ausgesetzt. Die Versteigerung ist jedoch nicht endgültig abgeblasen.

HB FRANKFURT. Das Insolvenzverfahren über die zahlungsunfähige Beteiligungsgesellschaft WCM hat begonnen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, eröffnete das Insolvenzgericht Frankfurt das Verfahren bereits am Dienstag. Daraufhin hat die HSH Nordbank die ursprünglich für den 27. November geplante Versteigerung des an die Landesbank verpfändeten Anteils ausgesetzt.

Nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens für den Klöckner-Mehrheitseigner WCM habe sich die Lage geändert, teilte die Bank in Hamburg mit. „Das Insolvenzgericht Frankfurt hat sich zu einer aus unserer Sicht sinnvollen schnellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens entschlossen“, sagt der zuständige Manager Eberhard Clamor v. dem Bussche. Die HSH am berät demnächst vorläufigen Insolvenzverwalter des Klöckner-Mutterunternehmens WCM , wie sich die an sie verpfändete Klöckner-Mehrheitsbeteiligung am besten zu Geld machen lässt.

Außerdem kündigte WCM an, ihren Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Zwangsversteigerung der WCM-Mehrheitsbeteiligung am Maschinen- und Anlagenbauer Klöckner-Werke durch die HSH Nordbank zurückziehen. Die insolvente Beteiligungsgesellschaft WCM hält 68 Prozent an den Klöckner-Werken. HSH wollte den Anteil nach bisheriger Planung am 27. November meistbietend verkaufen, weil es WCM nicht gelungen war, einen Kredit der Bank fristgerecht zurückzuzahlen. Wie HSH nun bekannt gab, wird sie nach Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter die „Versteigerung zu gegebener Zeit als eine mögliche Verwertungsmaßnahme gegebenenfalls wieder ansetzen“.

Die Klöckner-Werke sind die letzte große Beteiligung, die WCM verblieben ist. In früheren Jahren hielt das 240 Jahre alte Unternehmen noch nennenswerte Anteile an der Commerzbank und anderen Konzernen. Zur Entschuldung nach dem Börsencrash Anfang des Jahrzehnts musste die Firma fast alle Beteiligungen verkaufen, einschließlich eines umfangreichen Immobilienbesitzes. Eine Sanierung gelang dennoch nicht.

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