Interview zu Merck-Medikament Erbitux
„Signifikante Erweiterung der Marktanteile erwartet“

Der Chef der Merck-Pharmatochter Merck Serono, Elmar Schnee, und der Leiter des Onkologiebereichs, Wolfgang Wein, äußern sich im Interview mit Handelsblatt.com zu den Chancen des Krebsmedikaments Erbitux.

Welche Erwartungen verbinden Sie mit den auf der ASCO präsentierten
Studien-Ergebnissen für das Geschäft mit Erbitux?


Schnee: Erstens wollen wir erreichen, dass Ärzte die hier verteilten Information
 aufnehmen, damit sie nach der Zulassung von Erbitux in der 
Erstlinienbehandlung von Darmkrebs die betroffenen Patienten mit
 unmutiertem Biomarker KRAS sofort behandeln können. 

Zweitens wollen wir den Ärzten die äußerst guten Lungenkrebs-Daten
vermitteln, mit welchen wir dieses Jahr noch die Zulassungsdossiers für
 Europa bei den Behörden einreichen wollen.

Wein: 
Und drittens sehen wir den diesjährigen ASCO als Anerkennung, dass Merck 
innerhalb von fünf Jahren zu den weltbesten Onkologiefirmen aufgeschlossen
 hat.

Wie hoch schätzen Sie das zusätzliche Umsatzpotenzial für Erbitux ein?

Schnee: Wir erwarten uns sowohl im Lungen- wie auch im Darmkrebs eine signifikante
 Erweiterung der Marktanteile von Erbitux. In der 
Erstlinienbehandlung von Darmkrebs, wo wir eine positive Empfehlung des
 wissenschafltichen Beratungskommittes der EMEA erhalten haben, erschließt
 sich uns bei Patienten mit nicht mutiertem Biomarker KRAS ein großes
 Potenzial, sobald wir die Zulassung haben.

Wird das Onkologiegeschäft damit bald zum wichtigsten Teilbereich von Merck Serono?

Wein: Das Onkologiegeschäft ist bereits der wichtigste Wachstumstreiber von Merck
Serono. Dieser Bereich hat das Potenzial, in absehbarer
 Zeit zum Umsatzbereich unserer Indikation neurodegenerative Erkrankung
(Multiple Sklerose Medikament Rebif) aufzuschliessen.




Wann rechnen Sie mit einer Zulassung für die Behandlung von Lungenkrebs?


Schnee: Wir planen, noch in 2008 Erbitux für die Erstlinienbehandlung beim
 nichtkleinzelligen Lungenkarzinom bei den europäischen Zulassungsbehörden
 einzureichen ...

Wein: .. und hoffen auf eine Zulassung im zweiten
Quartal 2009.

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