Japan und USA
Hersteller wollen Karbonfasern versilbern

Das Potenzial von Karbonfasern in Hinblick auf die Automobilindustrie ist kein Geheimnis mehr. Auch Hersteller in Japan und den USA haben das erkannt und schmieden bereits große Pläne, um ihr Know-how zu Geld zu machen.
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Weltweit bringen sich Unternehmen in Stellung. Auch große Gesellschaften in Japan und in den USA haben die Bedeutung der Karbonfasern für die Automobilindustrie erkannt. Beide Branchen arbeiten eng zusammen.

Gleich drei der weltweit führenden Kohleverbundfaserhersteller der Welt sitzen in Japan: Toray, Teijin und Mitsubishi Rayon. Sie versuchen nun, ihre Expertise in der Autoindustrie zu versilbern – mit unterschiedlichen Ansätzen.

Der Weltmarktführer Toray liefert 40 Prozent der Verbundfasermaterialien. Im vergangenen Jahr haben sich die Japaner mit Daimler verbündet und wollen nun Know-how in der Produktion aufbauen. Toray liefert bereits Leichtbauteile für Boeings Dreamliner – 32 Tonnen pro Flieger.

Die japanische Teijin hat einen thermoplastischen Verbundwerkstoff entwickelt, der Produktionszyklen von einer Minute erlaubt und als Zukunftswerkstoff gilt. Die Bauteile haben einen niedrigen Schmelzpunkt und können daher im Gegensatz zu den bisherigen Materialien schnell verschweißt werden. Teijin setzt daher auf den Einsatz in preiswerten Großserienautos, während Toray sich wegen der aufwendigen Verarbeitung seines Materials auf Luxusautos konzentrieren muss.

Als Partner hat Teijin General Motors gewonnen und schmiedet bereits große Pläne. Wie Toray will Teijin neben dem Material die Produktion von Bauteilen übernehmen. Bis zum Ende der Dekade soll der Bereich der Leichtbaumaterialien einen Umsatz von 200 Milliarden Yen (zwei Milliarden Euro) bringen.

Ganz anders stellt sich Mitsubishi Rayon auf. Das Unternehmen etabliert sich als Rohstofflieferant und liefert Fasern an BMW.

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  • Man muß mondahu nicht erst überzeugen. Er konstruiert und baut Flugzeuge aus CfK seit 1979. Deshalb fühlt er sich veranlaßt, hier etwas Wasser in den Wein zu gießen.
    Die Reparatur einer CfK-Zelle, insbesondere tragender Teile, ist höchstqualifizierte Arbeit für Spezialisten. Solange für CfK-Fahrzeuge keine adequate Service-Infrastruktur aufgebaut ist, werden die überglücklichen Besitzer schnell den Weg zurück zum Hersteller machen müssen. Und falls tragende Strukturen lädiert sind, wird das Fahrzeug schnell zum Totalabschreiber, entweder aus technischen oder aus ökonomischen Gründen. Nicht einmal ein TüV hat so schnell die technische Kompetenz, eine weitergehende Reparatur abzunehmen und freizuzeichnen, was wohl unausweichlich zwingend werden wird.

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