Japanischer Tochter Fuso droht Vertrauensschaden nach Razzia und Verhaftungen
Daimler erleidet neuen Rückschlag in Asien

Aus Asien kommen weitere schlechte Nachrichten für Daimler-Chrysler: Der japanischen Lastwagen-Tochter Mitsubishi Fuso droht ein massiver Imageschaden.

HB bas/hz TOKIO/FRANKFURT. Die Polizei durchsuchte gestern die Konzernzentrale in Tokio und verhaftete fünf frühere und zwei noch amtierende Fuso-Manager. Ihnen wird vorgeworfen, für Unfälle verantwortlich zu sein, weil sie Qualitätsmängel an LKW verschleiert haben sollen.

Nach der Entscheidung von Daimler-Chrysler, der PKW-Tochter Mitsubishi Motors (MMC) kein Geld mehr zu geben und dem sich abzeichnenden Ausstieg beim koreanischen Autobauer Hyundai, gerät damit nun der letzte stabile Eckpfeiler der Asienstrategie von Konzernchef Jürgen Schrempp unter Druck. Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, die Probleme von Fuso seien „ein weiterer Rückschlag für Daimler-Chryslers Strategie in Asien“. Aus Anlegersicht sehe „die Investition in Fuso nicht mehr so gut aus wie noch vor einem Jahr“.

Weiterhin hat das japanische Landwirtschafts- und Transportministerium hat die Mitsubishi Motors Corp und ihre Tochtergesellschaft Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corp von der Teilnahme an den Bieterprozessen für öffentliche Aufträge ausgeschlossen. Dieser Ausschluss gelte für einen Zeitraum von 18 Monaten und damit bis zum 6. November 2005, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit der Verhaftung von 7 früheren Führungskräften bei den beiden Automobilkonzernen nach fehlerhaften Teile an den Fahrzeugen. Allerdings dürften die Auswirkungen des Ausschlusses gering sein, hieß es. Nach Angaben des Ministeriums findet eine Regierungsausschreibung für Pkws, Nutzfahrzeuge und Busse nur alle 5 bis 6 Jahre statt.

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