Jobabbau
Bei Eon Ruhrgas geht die Angst um

Eon Ruhrgas will bis zu 11.000 Stellen abbauen und Eon-Chef Teyssen schließt betriebsbedingte Kündigungen in Essen und Düsseldorf nicht aus. Entsprechend schlecht ist die Stimmung bei der Belegschaft.
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Düsseldorf/EssenAn der Eon-Ruhrgas-Zentrale in Essen sind viele Rollläden halb dicht. Das dient zwar vor allem dazu, die Sonne, die am Donnerstag ausnahmsweise einmal scheint, fernzuhalten. Aber es passt auch symbolisch ins Bild: Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist düster. Und die Bereitschaft, Journalisten Auskunft zu geben, ist gering. „Hier hat jeder Angst. Ich möchte nicht darüber sprechen“, sagt ein Essener Eon-Angestellter im Vorbeigehen. In Düsseldorf vor der Konzern-Zentrale sieht es ähnlich aus: „Kein Kommentar“, lautet die häufigste Äußerung. Zu groß ist die Sorge, in der jetzigen Situation das Falsche zu sagen und der erste zu sein, der gehen muss.

Einen Tag nachdem Eon-Chef Johannes Teyssen die Pläne für den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen verkündet hat, ist die Unsicherheit der Belegschaft an den Standorten in Essen und Düsseldorf spürbar. Um die Mittagszeit laufen kleine Gruppen tuschelnd aus den Gebäuden. Die Frage, die immer wieder zu hören ist: „Welche Leute gehen weg?“

Offizielle Auskünfte gibt es nicht - weder vom Unternehmen, noch vom Betriebsrat oder den Gewerkschaftsvertretern. Doch hinter vorgehaltener Hand kritisieren Beschäftigte die „Panikreaktion“ der Geschäftsführung. „11.000 Leute rauszuwerfen - ohne ein konkretes Personalkonzept - das schafft doch nur Angst und Konfusion“, sagt ein Arbeitnehmervertreter.

Unruhe gibt es nicht nur bei den Mitarbeitern: Eine Schließung der Ruhrgas-Zentrale würde die Stadt Essen hart treffen. „Managementfehler dürfen nicht über Arbeitsplatzabbau und Schließungen auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, fordert der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Thomas Kufen.

Kommentare zu " Jobabbau: Bei Eon Ruhrgas geht die Angst um"

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  • Wann wenden sich die "Grünen Herren" eigentlich gegen Frankreich? Atomflugzeugträger, Atomuboote, Atomwaffen(raketen) UN 90% Atomstrom (natürlich aus Atomkraftwerken). Die "Grand-Nation" und unser lieber Nachbar ist damit die Atom-Nation Nr.1. Und viele, gerade der alten gefährlichen Meiler stehen unweit der deutschen Grenze. Zb Fessenheim oder Cattenom (Megameiler). Dennoch baut Frankreich weiter. Also: Setzt eure Pickelhauben auf und Sternmarsch nach PARIS!

  • Warum spricht niemand über die Verseuchung in den Uranminen? Zu den Arbeitern in Asien, die basteln auch meinen Laptop, meine Scuhe, meinen Kühlschrank, meinen Kugelschreiber und alles unter miesen Bedingungen.

    Das ist Business, wird zumindest erzählt.

    Ja alles was dagegenspricht wird ausgeblendet, wie bei der Atomkraft.

    Ich lebe besser "grün" als atom gelb. Ich schlafe sehr gut damit.

    Energieeffizinz hat den Japanern auch nichts gebracht " Standby Debatte " die Produktion des Stroms ist nicht egal.

    Ich habe größte Achtung vor den Japanern, das selbe Szenario wäre bei uns ganz anders abgelaufen.

    In der Frage zum Atomstrom gibt es kein Grau deshalb nur schwarz und weiss. Ich glaube das ich auf der richtigen Seite bin - die Farbe wählen Sie aus.

    In ein paar Jahrzenten werde ich wahrscheinlich von den Anhängern einer neuen Technik auch verachtet.

    Um zum Anfang dieser Geschichte zurück zu kommen.

    Die "scheiß" Politiker, oder wie der Wortlaut war hätten den Atomaustieg von rot/grün nicht kippen dürfen, haben sie aufgrund der Lobbypolitik jedoch getan. Durch Fukushima und der Tatsache das der Großteil der Politiker einfach nur Fahnen im Meinungswind sind kam es zum erneuten Ausstieg.

    Das Problem ist (Trommelwirbel) das ein Politiker nicht das sagen kann was er denkt und Fakt ist, weil er dann nicht gewählt wird.

    Danke für die gute Untehalrung, hat Spaß gemacht.

  • hallo

    es ist schon spät, muss morgen raus:

    Sein pro AKW Argument war: Geld / bezahlbarer Strom /

    Meine Anlage rechnet sich

    Apfel = Sonne Birnen = Öl das hat er zusammen gemischt

    Grundversorgung n m D. Gas Wasser Strom

    Er hat keine eigene Meinung, deshalb gibt es nichts zu übergehen.

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