Joint Venture
Wacker und Schott planen Solar-Gemeinschaftsfirma

Der Spezialchemiekonzern Wacker will zusammen mit dem Glaskonzern Schott in die Herstellung von Solarzellen-Wafern einsteigen. Mit dem Joint Venture würde Wacker sein Wafer-Geschäft auf eine neue Branche ausweiten.

HB MÜNCHEN/MAINZ. „Die Gespräche der beiden Partner sind bereits weit fortgeschritten“, teilte Wacker in München mit. Geplant sei ein Gemeinschaftsunternehmen, das noch im laufenden Jahr die Produktion von Siliziumblöcken und Siliziumscheiben (Wafern) aufnehmen könnte.

Bis 2012 soll das Gemeinschaftsunternehmen eine Fertigungskapazität von rund einem Gigawatt (GW) pro Jahr erreichen, hieß es. Damit würde das Joint Venture zu den größten Produzenten der Welt gehören.

Schott brächte praktisch die kompletten Produktionskapazitäten seiner Tochter Schott Solar ein, dem bisher achtgrößten Solarzellen-Hersteller weltweit. Ende Juni hatte Finanzvorstand Jürgen Kaiser-Gerwens angekündigt, Schott Solar wolle das Fertigungsvolumen bis 2010 auf 550 Megawatt aufstocken.

Nähere Auskünfte wollten am Freitag weder Wacker noch Schott mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen gebe. Der Versorger RWE war vor eineinhalb Jahren bei Schott Solar ausgestiegen. Der Mainzer Schott-Konzern gehört der Carl Zeiss Stiftung.

Mit dem Joint Venture würde Wacker sein Wafer-Geschäft auf eine neue Branche ausweiten. Bislang fertigt die Wacker-Tochter Siltronic die pizzagroßen Scheiben aus hochreinem Silizium nur für die Halbleiterindustrie. Wacker ist allerdings der weltweit zweitgrößte Produzent von Polysilizium als Grundstoff für die Solar- und Chipindustrie.

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