Kapazitäten nur zu 60 Prozent ausgelastet
Ball Europe denkt an Werksschließungen

Der größte Hersteller von Getränkedosen in Deutschland, die Ball Packaging Europe, erwägt wegen schwacher Kapazitätsauslastung Werke zu schließen. Das sagte Vorstandschef Hanno Fiedler in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

HB RATINGEN. „Unsere deutschen Kapazitäten sind nur zu 60 Prozent ausgelastet“. Auf Dauer ließen sich damit vier Werke nicht betreiben. „Wir werden Produktionen stilllegen und die Investitionen auf die übrigen sechs Standorte in Europa konzentrieren“, sagte Fiedler.

Mit der Einführung der Pfandpflicht Anfang 2003 hatten große Teile des Handels Getränkedosen aus ihrem Sortiment genommen. Der Absatz der Dosenhersteller brach daraufhin um bis zu 90 Prozent ein. Ball Packaging hatte 2002 die Verpackungsgruppe Schmalbach-Lubeca aus Ratingen bei Düsseldorf übernommen.

Seit Einführung der Pfandpflicht Anfang 2003 ist der Absatz des Unternehmens auf dem deutschen Markt von etwa vier Milliarden Dosen (2002) auf voraussichtlich nur noch 250 Millionen Dosen in diesem Jahr eingebrochen. Die etwa 1000 Mitarbeiter an den Standorten Hassloch, Weißenthurm (beide Rheinland-Pfalz), Hermsdorf (Sachsen- Anhalt) und Braunschweig arbeiten seit Januar 2003 kurz.

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