Kaufpreis wurde herabgesetzt
Streit um Adtranz ist beendet

Der deutsch-amerikanische Automobilhersteller Daimler-Chrysler und der kanadische Verkehrstechnikkonzern Bombardier haben ihren Rechtsstreit über den Verkauf der früheren Daimler-Tochter Adtranz beendet. Der Vorstand von Daimler-Chrysler genehmigte einen Vergleich.

HB FRANKFURT. Der Vorstand der Daimler-Chrysler AG habe einen mit Bombardier Inc. sowie deren Tochtergesellschaft Bombardier Transportation (Holdings) Germany GmbH (zusammen „Bombardier“) ausgehandelten Vergleich genehmigt, teilte DaimlerChrysler am Dienstagabend mit. Damit seien alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Tochtergesellschaft Daimler-Chrysler Rail Systems GmbH (Adtranz) im Jahr 2001 an Bombardier beigelegt.

Daimler-Chrysler hatte Adtranz am 30. April 2001 für einen vorläufigen Kaufpreis von 725 Millionen US-Dollar an Bombardier veräußert. Beide Gesellschaften hätten sich nun auf eine Herabsetzung des ursprünglichen Kaufpreises um 170 Millionen Euro geeinigt, teilte Bombardier mit. Im Hinblick auf das bisher anhängige Schiedsverfahren hat DaimlerChrysler nach eigenen Angaben von dem vollständig vereinnahmten Kaufpreis einen Betrag von 300 Millionen Euro noch nicht realisiert, sondern als Ertragsabgrenzung verbucht. Auf Grund des Vergleichs ergebe sich nun ein außerordentlicher Ertrag von 130 Millionen Euro. Alle sonstigen Forderungen Bombardiers würden zurückgezogen, teilte DaimlerChrysler weiter mit. Die von Bombardier geltend gemachten Forderungen hatten sich in dem im Juli 2002 von Bombardier eingeleiteten Schiedsverfahren bei der Internationalen Handelskammer in Paris insgesamt auf rund 960 Millionen Euro belaufen. Das Schiedsverfahren sei damit beendet. Die Kanadier hatten Daimler-Chrysler vorgeworfen, der Konzern habe versteckte Kosten aus Verträgen mit alten Adtranz-Kunden in den Verkaufsverhandlungen nicht deutlich genug angegeben.

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