Keine Abfindung vereinbart
Cordes geht als Gentleman

Der scheidende Mercedes-Benz Chef Eckhard Cordes wird keine Abfindung erhalten. Das sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage.

HB STUTTGART. Cordes hatte ursprünglich einen Vertrag bis Ende 2008. Er verlässt das Unternehmen zum 31. August auf eigenen Wunsch, nachdem er im Machtkampf um die Nachfolge des scheidenden Daimler-Chrysler-Vorstandschefs Jürgen Schrempp unterlegen war. Chrysler-Chef Dieter Zetsche wird nun sowohl ab 1. Januar 2006 den Konzern, als auch ab 1. September die Mercedes-Markengruppe führen. Dieses Provisorium kann nach Informationen aus informierten Unternehmenskreisen bis zu ein Jahr anhalten. Dann wird sich Zetsche voll auf seinen Posten als Konzernlenker konzentrieren.

Cordes hat nach Informationen des Handelsblatts den abrupten Führungswechsel an der Spitze der wichtigsten Konzerntochter vor der Belegschaft erstmals verteidigt. „Es ist meine tiefe Überzeugung, dass Dieter Zetsche freie Hand haben muss, ein Führungsteam zu formen, das mit voller Kraft und in jeder Sekunde konfliktfrei die enormen Herausforderungen der Mercedes Car Group angeht“, erklärte Cordes in einem am Freitag versandten Brief an die Mitarbeiter, der dem Handelsblatt vorliegt.

Der 54-Jährige Topmanager äußerte sich damit erstmals nach seinem Rücktrittsangebot vor drei Wochen zu seinem Abgang und räumte indirekt Meinungsverschiedenheiten mit dem neuen Daimler-Chef, der ab September nun auch Mercedes führen wird, ein. Zugleich signalisierte der Automanager, dass er sich nicht zur Ruhe setzen werde: Er wolle „nach neuen Aufgaben suchen“, heißt es in dem Brief weiter.

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