Keine Geschäftsbelebung im dritten Quartal erwartet
MAN bleibt für 2003 noch zuversichtlich

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN sieht sich im dritten Quartal 2003 weiter im Plan und ist zuversichtlich, in der Summe 2003 die Vorjahreswerte zu erreichen. Allerdigs sei im Geschäft „noch keine wirkliche Belebung“ zu erkennen.

HB BERLIN. „Wir sehen bisher keine wirkliche Belebung im Geschäft“, sagte MAN-Finanzvorstand Ferdinand Graf von Ballestrem mit Blick auf das dritte Quartal am Dienstag in Berlin. Für das Gesamtjahr gibt er sich aber optimistisch: „Beim Umsatz und Auftragseingang sind wir zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen.“ Der Münchner Konzern hatte sich dabei das Ziel gesetzt, auf Vorjahreshöhe zu bleiben. Für das Gesamtjahr rechnet Ballestrem mit einem leicht höheren Gewinn. Die im Dax gelistete MAN-Aktie verbuchte in reaktion auf die Aussagen Verluste und tendierte im frühen Handel rund drei Prozent im Minus bei 20,22 €.

Angesichts der schwachen Konjunktur und der Flaute im Druckmaschinengeschäft hatte MAN im zweiten Quartal 2003 einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Vor Steuern war der Gewinn von April bis Juni um 29 % auf 55 Mill. € zurückgegangen. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 38 (Vorjahr 45) Mill. €. Der Umsatz verringerte sich um zwei Prozent auf 3,75 Mrd. €, während die Auftragseingänge um fünf Prozent auf 3,85 Mrd. € zurückgingen. Der Gewinn war vor allem durch die Sparten Maschinen- und Anlagenbau sowie Druckmaschinen belastet worden, die mit sechs (plus sieben) und zehn (plus elf) Mill. € vor Steuern in die Verlustzone gerutscht waren. Deutlich zulegen konnte MAN dagegen im Nutzfahrzeuggeschäft, wobei die Sparte Busse erneut Verluste beigesteuert hatten.

"Keine Gespräche zum Kauf von Volvo-Anteil an Scania"

Der Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer führt derzeit nach Aussagen seines Finanzvorstands keine Gespräche mit dem schwedischen Autohersteller Volvo über den Kauf seines Anteils an Scania. „Es gibt keine Verhandlungen zum Kauf von Volvos Anteil an Scania“, sagte Finanzchef Ferdinand Graf von Ballestrem am Dienstag in Berlin.

Derzeit spekulieren Branchenexperten über eine anstehende Konsolidierung in der europäischen Nutzfahrzeugbranche. Zuletzt hatte auch MAN-Vorstandschef Rudolf Rupprecht erklärt, dass er eine Kooperation etwa mit Scania und Volkswagen grundsätzlich für sinnvoll halte.

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