Kernkraft
Deutsche Versorger stellen Atomausstieg in Frage

Die deutschen Stromkonzerne stellen den im Jahr 2000 vereinbarten Atomausstieg in Frage. Vor allem die ursprünglich für diese Legislaturperiode vereinbarte Stilllegung der Kernkraftwerke Biblis A, Neckarwestheim I und Brunsbüttel wollen die Energieversorger offenbar kippen.

HB BIBLIS. Der Energiekonzern RWE beantragte am Dienstag in einem Pilotverfahren beim Bundesumweltministerium, Deutschlands ältestes Atomkraftwerk Biblis A länger nutzen zu dürfen als bislang geplant. Statt 2008 soll der wegen zahlreicher Pannen umstrittene Reaktorblock frühestens 2011 vom Netz gehen.

Der Stromversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) will für sein Kernkraftwerk Neckarwestheim I ebenfalls längere Laufzeiten beantragen. Der Energiekonzern Vattenfall prüft einen ähnlichen Schritt für sein Kernkraftwerk Brunsbüttel.

Das Vorgehen der Stromkonzerne enthält politischen Sprengstoff. Denn wenn es den Unternehmen gelänge, die im Atomkompromiss des Jahres 2000 vorgesehene Stilllegung der Kernkraftwerke in dieser Legislaturperiode auszuhebeln, bestünde nach der Bundestagswahl 2009 die Möglichkeit, den...

 
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