KKR rutscht in die Verlustzone
Finanzkrise erfasst Private-Equity-Branche

Die Finanzkrise hat die US-Beteiligungsfirma Kohlberg Kravis Roberts (KKR) tief in die Verlustzone gedrückt. Attraktive Übernahmeziele sind rar und das Risiko ist höher – Probleme, die nicht nur KKR zu schaffen machen: Die Privat-Equity-Transaktionen im ersten Halbjahr 2008 gingen weltweit drastisch zurück.

HB PHILADELPHIA. Mit seinen Anlagen habe der Konzern im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,1 Mrd. Dollar erlitten nach einem Beteiligungsgewinn von 3,4 Mill. im Vorjahreszeitraum, teilte KKR am Montag mit. Der Nettoverlust betrug 1,1 Mill. Dollar nach einem Gewinn von 667 Mill. Dollar. "Der Mangel an Krediten hat große Übernahmen erheblich erschwert und zusammen mit der Wertminderung von Aktien und Schuldtiteln unser operatives Ergebnis belastet", erklärte der Finanzinvestor.

Auch in Zukunft rechnet der Konzern, der in Deutschland unter anderem an der Sendergruppe ProSiebenSat.1 und der Autowerkstattkette A.T.U. beteiligt ist, aufgrund des schwierigen Marktumfeldes mit Problemen. KKR hatte Ende Juli angekündigt, bis Jahresende an die Börse zu gehen, um finanziell flexibler zu werden und seine Kapitalbasis zu stärken. Mit einem Umfang von voraussichtlich über 15 Mrd. Dollar dürfte es einer der größten Börsengänge 2008 weltweit werden.

Auch Konkurrent Blackstone hatte kürzlich einen Gewinneinbruch erlitten. Die Geschäft der als Heuschrecken gebrandmarkten Finanzinvestoren läuft nicht mehr so gut wie während des Übernahmebooms von 2005 bis 2007. Heute sind attraktive Übernahmeziele rar und das Risiko höher. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg fielen die Privat-Equity-Transaktionen im ersten Halbjahr 2008 weltweit um 73 Prozent auf 143,1 Milliarden Dollar.

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