Kohlenstoffspezialist
SGL weitet Geschäft mit Flugzeugbauern aus

Der Kohlenstoffspezialist SGL Carbon will sein Geschäft mit der Luftfahrtindustrie ausbauen. Angepeilt wird eine enge Kooperation mit Airbus und Boeing, wobei vor allem der US-Flugzeugbauer im Fokus steht.

WIESBADEN. SGL-Chef Robert Koehler sagte dem Handelsblatt: „Das Unternehmen kennt uns und mit der Umstellung vom Werkstoff Aluminium auf Carbon sucht Boeing einen kompetenten Partner.“

Flugzeughersteller setzen verstärkt auf Kohlenstofffaser, um das Gewicht der Maschinen zu reduzieren und damit den Kerosinverbrauch zu senken. Der Trend lässt sich am Einsatz des Materials ablesen. Während eine Boeing 747 zu fünf Prozent aus Carbon besteht, sind es bei der kürzlich in Dienst gestellten A380 von Airbus bereits 25 Prozent.

Das Geschäft mit den Flugzeugbauern will Koehler über Gemeinschaftsfirmen entwickeln, in die das Unternehmen seine Erfahrungen mit der Carbon-Produktion einbringen würde. Vorbild ist dabei der Vorstoß in das Automobilgeschäft. Mit den Zulieferern Benteler und Brembo gründete SGL bereits Joint Ventures. „Wenn auch nicht heute, so wollen wir mittelfristig mit unserer Luft- und Raumfahrttochter Hitco in eine Joint-Venture-Struktur gehen“, sagte der Konzernchef. Die in den USA angesiedelte Hitco ist ein wichtiger Zulieferer für Boeing.

Für den Gesamtkonzern zeigte sich der SGL-Chef zuversichtlich; für die zweite Jahreshälfte erwartet er eine Belebung des Geschäfts. „Wir haben von Stahlproduzenten aus allen Regionen wieder Bestellungen für die zweite Jahreshälfte erhalten.“

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