Premium Kommentar zur VW-Führungskrise Foulspiel in Wolfsburg

Die VW-Krise zeigt: Wir sollten mehr mit- statt übereinander reden. Leider ist schlechte Führung Alltag in der deutschen Wirtschaft. So gibt es immer noch Chefs, die glauben, sie könnten ihren Laden alleine führen.
Der Streit zwischen Martin Winterkorn (l.), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech erhält alle Dramatik, die es für ein episches Theater braucht. Quelle: dpa
Theaterstoff

Der Streit zwischen Martin Winterkorn (l.), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech erhält alle Dramatik, die es für ein episches Theater braucht.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAn diesem Schauspiel, das uns dieser Tage das Führungspersonal des Volkswagenkonzerns in Wolfsburg bietet, hätten der Schriftsteller Bertolt Brecht und der Regisseur Erwin Piscator ihre Freude gehabt. Dieses Schauspiel hat nicht nur alles an Dramatik und erzählenden wie retardierenden Elementen, die es braucht für das von den beiden in den 1920er-Jahren entwickelte epische Theater. Es bietet auch Anlass zur Reflexion und Kritik. Vor allem zur Kritik an einem beispielhaft schlechten Führungsstil.

 
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