Konjunkturabkühlung
Chemiekonzern Clariant senkt seine Prognose

Wegen der Konjunkturabkühlung und der starken Landeswährung senkt der Schweizer Spezialchemiekonzern seine Jahresziele. Vor allem in Brasilien, den USA und Europa schlug die Abschwächung zu.
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ZürichDer Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant senkt wegen der Abkühlung der Weltwirtschaft und des starken Franken seine Prognose. Das Basler Unternehmen rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Umsatz von 7,0 bis 7,2 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Monatag mitteilte. Die operative Marge vor Einmaleffekten (Ebitda-Marge) dürfte sich auf 12,8 bis 13,2 Prozent belaufen. Ende Juli hatte das Unternehmen noch einen Umsatz von 7,8 bis 8,0 Milliarden Franken und eine Marge von 13,5 bis 14,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Im Juni habe eine Abschwächung der Nachfrage eingesetzt, die sich in den Monaten Juli und August fortgesetzt habe, erklärte der Konzern. Betroffen seien Segmente wie Pigmente, Papier sowie Textilchemikalien. Gespürte habe Clariant die Abkühlung vor allem in Brasilien, den USA und Europa. Mit einer Rezession rechnet Clariant jedoch nicht. „Wir erwarten keinen Kollaps der Nachfrage, sondern lediglich eine Abschwächung“, erklärte Konzernchef Hariolf Kottmann in einer Telefonkonferenz.

Die Chemie gehört zu den Branchen, die Aufs und Abs in der Konjunktur mit als erstes spüren. Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel hatte seine Jahresziele bereits Ende Juni gesenkt. Der deutsche Branchenprimus BASF bekräftigte dagegen seine Jahresprognose.

Mittelfristig sieht sich auch Clariant auf Kurs, seine Ziele zu erreichen. Bis 2015 peilt das Unternehmen einen Umsatz von über zehn Milliarden Franken und eine operative Marge von über 17 Prozent an, bekräftigte der Konzern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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