Konsequenzen aus Panne in Atomkraftwerk
EnBW weist Vorwürfe im Fall Garant zurück

Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) sieht möglichen Schadensersatzforderungen im Zusammenhang mit der Garant-Insolvenz gelassen entgegen. „Wenn die Garant Schuh und Mode AG einen Wirtschaftsprüfer beauftragen will, kann und darf sie das natürlich auch von unserer Seite aus gerne tun", sagte ein Sprecher auf Anfrage.

HB DÜSSELDORF. Der vorläufige Insolvenzverwalter des zahlungsunfähigen Unternehmens, Friedrich-Wilhelm Metzeler, hatte zuvor der EnBW vorgeworfen, beim Verkauf des Schuhfilialisten Salamander durch den Energiekonzern an Garant habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Bei der Übernahme sei das Vorratsvermögen von Salamander falsch bewertet, der Restrukturierungsansatz zu hoch und der Umsatz zu niedrig angesetzt worden. Die Übernahme der Fachhandelsgeschäfte von Salamander hatte Garant 2003 ein Defizit von rund 21,3 Mill. Euro eingebracht und letztlich in die Insolvenz getrieben.

Wie die EnBW weiter mitteilte, zieht sie Konsequenzen aus einer Pannenserie im Atomkraftwerk Neckarwestheim. Vorstandschef Utz Claassen ließ den technischen Geschäftsführer der Anlage ablösen: „Wir werden auch kleinste Oberflächlichkeiten im Kommunikationsverhalten nicht mehr dulden“, kündigte Claassen an.

Ende Juli war bei Revisionsarbeiten in dem Kernkraftwerk schwach radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten und in den Neckar geleitet worden. Landesumweltminister Stefan Mappus warf dem Konzern vor, den Vorfall falsch eingeschätzt und nicht korrekt gemeldet zu haben und kündigte an, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten. Jetzt räumte die EnBW ein, dass bei der Panne auch ein flüssiger, ölhaltiger Abfall leicht kontaminiert und ohne Genehmigung mit einem Lastwagen vom Gelände des Kernkraftwerkes transportiert worden sei.

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