Kontrollgremium soll Reibereien beenden
Aufsichtsratschef will endlich Ruhe bei MVV

Der Versorger MVV Energie AG kommt nicht zur Ruhe. Angesichts ständiger Reibereien zwischen Aufsichtsrats-Mitgliedern und dem Vorstand hat Aufsichtsratschef Gerhard Widder für den heutigen Mittwoch zu einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums eingeladen. Personelle Änderungen scheinen nicht ausgeschlossen.

jkn MANNHEIM. Ein Sprecher bestätigte den Termin, wollte aber zu den Inhalten des Treffens keine Stellung nehmen. Aus dem Umfeld des Unternehmens ist zu hören, dass die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand thematisiert werden soll. Dabei seien auch personelle Änderungen im Kontrollgremium möglich. Widder, im Hauptberuf Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, wolle die Reißleine ziehen und endlich Ruhe in den Versorger bringen, wird berichtet.

Bereits seit längerem sickern immer wieder vertrauliche Informationen aus dem Unternehmen an die Öffentlichkeit. Zudem gab es häufiger Streit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über die Ausrichtung des Unternehmens, der über die Medien ausgetragen wurde. Beobachter vermuten einige Vertreter der politischen Parteien im Aufsichtsrat als Quelle für Indiskretionen.

Die MVV ist das einzige börsennotierte deutsche Stadtwerk. Die Mehrheit des Unternehmens liegt bei der Stadt Mannheim, entsprechend werden kommunale Vertreter in das Kontrollgremium entsandt. Einige nutzten diese „Bühne“ jedoch für ihre politischen Schaukämpfe und brachten die MVV immer wieder in negative Schlagzeilen.

„Es wird am Mittwoch um die Frage gehen, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat in der jetzigen Besetzung noch möglich ist“, berichtet ein Unternehmenskenner. Die Position von Vorstandschef Rudolf Schulten soll aber nicht zur Disposition stehen.

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