Konzentration auf Kerngeschäft Straßenbau
Strabag schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Konzentration auf das Kerngeschäft Straßenbau hat sich für Strabag offenbar bezahlt gemacht. Der Kölner Baukonzern schreibt wieder schwarze Zahlen und erwartet für 2006 ein kräftiges Ergebnisplus.

HB KÖLN. Für 2005 gab die Tochter der österreichischen Baukonzerns Strabag SE einen Nachsteuergewinn von 19,6 Mill. Euro bekannt nach einem Verlust von 5,8 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis kletterte auf 39,5 (Vorjahresperiode: 10,1) Mill. Euro.

„Wir erwarten beim betrieblichen Ergebnis 2006 ein prozentual deutlich zweistelliges Wachstum“, sagte Vorstandschef Thomas Birtel am Dienstag in Köln. Dazu soll ein weiterer Ausbau der Geschäfte im Straßenbau beitragen. Strabag setzt darauf, dass die Investitionen in Straßen, Tunnel und Brücken deutlich anziehen. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr seinen zuletzt defizitären Hochbau an den Stuttgarter Baukonzern Ed. Züblin verkauft, an dem Strabags österreichische Konzernmutter inzwischen 57,3 Prozent hält. Im Straßenbau erwägt das Kölner Unternehmen auch weitere Zukäufe. Nach Angaben Birtels hat Strabag dabei regional tätige Firmen im Blick.

Strabag sieht seine Prognose für 2006 durch die Entwicklung im ersten Quartal bestätigt. So sei die Bauleistung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 555 Mill. Euro gestiegen. Der Auftragsbestand wuchs um 17 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro.

Die österreichische Strabag Bauholding hatte den Kölner Baukonzern 1998 gekauft. Im vergangenen Jahr hatte der Mutterkonzern wesentliche Teile der insolventen Walter Bau übernommen und in die deutsche Tochter eingebracht. Darunter war die Dywidag Holding mit der Walter-Heilit Verkehrswegebau, die heute unter dem Namen Heilit und Woerner Bau GmbH firmiert.

Die Übernahme der Dywidag-Holding hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass die Bauleistung des Kölner Konzerns im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro stieg. Der Auftragseingang nahm 2005 um sechs Prozent auf gut vier Mrd. Euro zu. Die Straßenbau-Sparte hat bei Strabag einen Anteil am Auftragseingang von 56 Prozent.

Unklar ist, was aus der Börsennotierung der Kölner Strabag wird, wenn die österreichische Mutter wie geplant innerhalb der nächsten zwei Jahre an die Börse zurückkehrt. Ein Strabag-Holding Sprecher sagte, es gebe mehrere Möglichkeiten: Die Tochter könnte an der Börse bleiben - oder es gebe für deren Aktionäre ein Abfindungs- oder Umtauschangebot. Details zum geplanten Börsengang wolle der Konzern im September vorstellen.

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