Konzern stellt Arbeit ein
Proteste legen Tatas indisches Nano-Werk lahm

Der indische Autobauer Tata hat nach gewaltsamen Protesten der Bevölkerung die Arbeit in einem Werk zum Bau des Billig-Kleinwagens Nano eingestellt.

HB KALKUTTA. Der Konzern ist besorgt um die Sicherheit seiner Angestellten und Anlagen im indischen Singur. Derzeit prüfe Tata deshalb einen Werksbau an einem anderem Ort, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Tata hat bereits rund 350 Mill. Dollar in das Werk im Bundesstaat West Bengalen investiert.

Nach anfänglichem Jubel über einen industriepolitisch wichtigen Schritt kam es zu Protesten, als die Regierung 400 Hektar Land für das Werk beanspruchte. Einige Bauern waren mit den angebotenen Entschädigungszahlungen für ihr Land nicht zufrieden. Der Konflikt zeigt die Kluft zwischen Industrie und Landwirtschaft in Indien, wo zwei Drittel der Menschen von Ackerbau und Viehzucht leben. Der Nano, der umgerechnet 1 700 Euro kosten soll, wird Tata zufolge gegen Oktober in den Handel kommen.

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