Konzern will Wachstumschancen im Ausland nutzen
RWE schmiedet Bündnis für Übernahme in Großbritannien

Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE will künftig vorrangig im Ausland wachsen. Interesse zeigt das Unternehmen beispielsweise am britischen Kernkraftwerksbetreiber British Energy. Für dessen Übernahme schmiedet RWE jetzt offenbar ein Bündnis.

HB ESSEN/LONDON. Mehr als die Hälfte der für die nächsten fünf Jahre geplanten Investitionen in Höhe von 30 Mrd. Euro werde in Projekte außerhalb der Bundesrepublik fließen, sagte Jürgen Großmann nach einem vorab verbreiteten Manuskript am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Energieriesen in Essen. Der Konzernchef kündigte an, im laufenden Geschäftsjahr 2008 beim Nettoergebnis um mehr als 10 Prozent zulegen zu wollen.

Deutschland bleibe für RWE zwar der wichtigste Markt, doch biete er schon aus kartellrechtlichen Gründen kaum noch Wachstumschancen für den Konzern, sagte der Manager. RWE werde deshalb seine Aktivitäten noch stärker international ausrichten. Ziel des Konzerns sei es, bis 2012 rund 40 bis 50 Prozent des betrieblichen Ergebnisses im Ausland verdienen. Bislang sind es 36 Prozent.

"Wir wollen in noch mehr Ländern präsent sein, die sich durch überdurchschnittliche Wachstumsraten auszeichnen und die massiv in den Ausbau der Infrastruktur investieren", sagte Großmann. Im Auge hat der Konzern dabei nicht zuletzt Russland und die Türkei. Doch verhandelt der Konzern auch über Beteiligungen an neuen Kernkraftwerksprojekten in Bulgarien und Rumänien.

Nicht nur im Strombereich, auch im Gasgeschäft will RWE wachsen. Die Öl- und Gasgewinnung durch die Tochter RWE Dea soll bis 2012/13 verdoppelt werden. Außerdem baut der Konzern sein Engagement im Geschäft mit flüssigem Erdgas LNG aus. Im Endkunden-Bereich will der Konzern seinen Anteil am deutschen Gasmarkt von acht auf mehr als zehn Prozent steigern.

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