Konzerne bemüht um höhere Anteile am Teile- und Servicegeschäft
Vertragswerkstätten drohen deutliche Einbußen

Die europäischen Automobilhersteller werden im Ersatzteil- und Servicegeschäft in den kommenden Jahren aufgrund sinkender Margen weniger Gewinne als bisher verbuchen. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Studie der internationalen Management-und Technologieberatung Booz Allen Hamilton.

HB FRANKFURT. Die Margen gingen zurück, da Serviceketten und Schnellservicewerkstätten wie Pit Stop und ATU den Aftersalesmarkt schnell durchdringen würden und so zu ernsthaften Konkurrenten der Automobilhersteller würden. Möglich werde dies durch die geänderte Gruppenfreistellungsverordnung GVO, die zu einer Liberalisierung des Servicegeschäftes führe.

Die Verfasser der Studie rechnen künftig sowohl mit einer Reduzierung der Vertragswerkstätten als auch mit einer Konsolidierung der Serviceketten. Bei letzteren werden in Europa mittelfristig noch 3 bis 5 große Anbieter gesehen. Klares Indiz dafür sei die Beteiligung von Private Equity Firmen, wie beispielweise KKR bei ATU. Aktuell gebe es in Deutschland je rund 22.000 Vertragswerkstätten und ungebundene Werkstätten. Hier sei ein Rückgang um bis 45 % in den nächsten 10 Jahren möglich, heißt es in der Studie weiter. Besonders betroffen vom Rückgang seien Vertragswerkstätten.

Automobilhersteller erwirtschaften der Studie zufolge derzeit bis zu 50 % ihres Gewinns im Aftersalesbereich. Bei Vertragswerkstätten seien dies sogar bis zu 90 %. In den nächsten 3 bis 5 Jahren drohe ein Rückgang zwischen 30% und 50 %. Konzerne wie Renault würden sich deshalb schon bemühen, einen größeren Anteil am Teile- und Servicegeschäft zu sichern. Dabei seien Fahrzeuge mit einem Alter zwischen 5 und 7 Jahren am attraktivsten.

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