Konzernstruktur
Zetsche will Daimler-Chrysler schlanker machen

Der neue Daimler-Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche will die Hierarchien und Produktionsstrukturen des deutsch-amerikanischen Autobauers vereinfachen. Dadurch könnten weitere Stellen wegfallen.

HB FRANKFURT. Bis zu einer Entscheidung sollten künftig weniger Ebenen mit einem Vorgang befasst sein, sagte Zetsche dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Man kann schauen, ob nicht manches doppelt gemacht wird, einmal in der Konzernzentrale und ein zweites Mal bei den einzelnen Marken.“ Möglicherweise seien dann „bestimmte Aufgaben auch mit weniger Mitarbeitern zu erfüllen“, fügte er hinzu. Es gehe aber nicht um die Abschaffung der Stuttgarter Konzernzentrale. Über einen Personalabbau dort wird seit längerem spekuliert.

Zetsche übernimmt am 1. Januar die Nachfolge von Jürgen Schrempp an der Spitze von DaimlerChrysler. In Personalunion ist der frühere Chrysler-Chef auch Vorstand für die Pkw-Marken Mercedes-Benz und Smart. Entscheidungen über die wichtigsten Projekte der einzelnen Konzernmarken sollen künftig wieder im Daimler-Chrysler-Vorstand fallen, wie Zetsche sagte. Schrempp hatte dafür ein Executive Automotive Committee unter Führung von Mercedes-Pkw-Chef Jürgen Hubbert eingerichtet, der im Frühjahr in Ruhestand ging.

Der neue Konzernchef verteidigte den Abbau von 8500 der gut 90 000 Arbeitsplätze bei Mercedes-Pkw bis Herbst 2006. „Wenn wir unsere Absatzerwartung mit der Produktivitätssteigerung zusammen betrachten, haben wir eindeutig zu hohe Personalkapazitäten“, sagte er. Mercedes sei mit dem Personalabbau angesichts höherer Kosten und zu langen Montagezeiten im Wettbewerbsvergleich „ein bisschen spät dran“. In den vergangenen Jahren habe sich ein „Produktivitätsstau aufgebaut“. „Je später sie den auflösen, umso tief greifender sind die nötigen Maßnahmen“, erläuterte er.

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