Kooperation
Isuzu nimmt General Motors die Lastwagen ab

Der japanische Autohersteller Isuzu Motors will sich zum zentralen Lastwagenbauer für den General-Motors-Konzern aufschwingen. Das soll dem defizitären US-Autoriesen ermöglichen, sich aufs Pkw-Geschäft zu konzentrieren.

HB TOKIO. Isuzu übernehme dazu das gemeinsame Lastwagen-Geschäft in Australien, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nach einem Bericht der führenden japanischen Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ will Isuzu auch die Kontrolle über das Lastwagen-Geschäft von GM in Südafrika übernehmen.

Mit den Übernahmen solle offenbar dem schwer angeschlagenen Detroiter Unternehmen geholfen werden, sich auf das Geschäft mit Autos zu konzentrieren, hieß es in dem Zeitungsbericht. Isuzu, das an GM mit rund 8 Prozent beteiligt ist, werde in Kürze die Gemeinschaftsfirma Isuzu-General Motors Australia zu einer Tochtergesellschaft machen und dazu den 40-Prozent-Anteil von GM erwerben. Das Joint Venture produzierte im Jahr 2004 rund 7000 Lastwagen.

In Südafrika, wo GM alleine Lastwagen baut und vermarktet, will der japanische Autobauer dem Blatt zufolge die Mehrheit an einer neuen Lastwagen-Firma übernehmen, die von einer GM-Tochter ausgegliedert werden soll. Einzelheiten sollen demnach Anfang des Jahres ausgearbeitet werden.

GM hatte erst Anfang September seinen 20-prozentigen Anteil am Lastwagenbauer Fuji Heavy an Toyota verkauft. GM hatte den Ausstieg aus der Partnerschaft mit Fuji Heavy damit begründet, dass es nicht ausreichend gemeinsame Projekte der Partner gegeben habe, die einen Fortbestand der Allianz gestützt hätten. Beide Unternehmen seien zu dem Schluss gekommen, künftig mit einem unterschiedlichen Geschäftsansatz besser zu fahren. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte GM angekündigt, anstelle des abgelegten Engagements die Zusammenarbeit mit Isuzu ausbauen zu wollen.

Um künftig eine größere Rolle in der GM-Gruppe zu spielen, wolle Isuzu seinen Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen in Nordamerika aufstocken, berichtete nun die „Nihon Keizai Shimbun“. Außerdem wolle man der Firmengruppe zum Einstieg in Märkte wie China und Russland verhelfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%