Kosten sind um fast 60 Prozent gestiegen
Arcelor: China-Boom treibt Stahlpreise bis 2008

Der Wirtschaftsboom in China wird nach Einschätzung des weltgrößten Stahlkonzerns Arcelor die Stahlpreise mindestens bis zu den Olympischen Spielen 2008 antreiben.

HB PARIS. „Andere wie Indien, Brasilien und Russland werden dann den Stab übernehmen“, sagte Arcelor-Chef Guy Dollé dem Pariser Wirtschaftsblatt „Les Echos“ (Dienstag). „In vier Jahren hat der Stahlverbrauch in China um eine Menge zugenommen, die der Produktion der EU der 15 entspricht. Was in China passiert, beeinflusst den gesamten Stahlmarkt.“

Arcelor werde fortan „keine neuen Mehrjahresverträge ohne Indexierung“ mehr mit seinen Kunden schließen, sagte Dollé. Roheisen habe sich 2004 um ein Fünftel verteuert, die Schrottpreise sogar verdoppelt und die Frachtkosten vervierfacht. „Insgesamt sind unsere Kosten in der Größenordnung von 40 bis 60 Prozent gestiegen“, sagte Dollé. „Wir können unseren Stahl nicht zu Verlusten verkaufen.“

Nach einem Tiefpunkt von 200 Dollar Anfang 2002 koste Flachstahl heute 600 bis 800 Dollar je Tonne. „Das ist eine weltweite Bewegung, die die Wettbewerbskraft unserer europäischen Kunden nicht beeinträchtigt.“ Die Nachfrage wachse derzeit schneller als der Verbrauch, weil die Kunden in Erwartung weiterer Preissteigerungen die Lager aufstockten.

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