Kriegsschiffe
Mehrere Werften konkurrieren um deutschen Milliardenauftrag

Die Bundesregierung will für die Anschaffung neuer Kriegsschiffe vier Milliarden Euro ausgeben. Dabei kann sie neben deutschen Anbietern auch auf Angebote von Werften aus dem europäischen Ausland hoffen.
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DüsseldorfDie Bundesregierung kann bei der geplante Anschaffung neuer Kriegsschiffe auf mehrere Gebote hoffen. Neben deutschen Anbietern würden sich auch Werften aus dem europäischen Ausland, um den Zuschlag für den Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen (MKS 180) bemühen, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen. Der Auftrag soll ein Volumen von vier Milliarden Euro haben

Um den Deal würden sich die französische Staatswerft DCNS sowie Navantia aus Spanien bemühen, sagte ein Branchenkenner. Da die beiden Unternehmen aber über keine Verbindungen in die deutsche Politik verfügten, hätten sie lediglich Außenseiterchancen, hieß es.

Deutlich besser positioniert sei der Werftenverbund German Neval Yards und ein Konsortium von Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) und Lürßen.

TKMS und Lürßen haben in den vergangenen Jahren eine Reihe von Schiffen für die Marine gebaute. Wie bei früheren Aufträgen soll die Werftentochter von Thyssen-Krupp in dem Konsortium die Führung übernehmen, hieß es. Der Konzern würde die Planung der MKS 180-Schiffe übernehmen, gebaut würden sie indes weitgehend bei Lürßen.

Der schärfste Konkurrent von TKMS und Lürßen ist den Kreisen zufolge German Neval Yards (GNY). Das Unternehmen gehört zwar im Kern einem französischen Investor, es betreibt aber in Deutschland gleich drei Werften. Die Gesellschaft könnte die Schiffe also weitgehend lokal fertigen. Ein Schlüssellieferant für GNY ist der britische Rüstungskonzern BAE Systems, der weltweit zu den führenden Anbietern zählt.

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