K+S Rivale
Potash entlässt jeden fünften Mitarbeiter

In den Schwellenländern ist das Wachstum geringer ausgefallen als erwartet – jetzt muss der weltgrößte Düngemittelhersteller Potash die Notbremse ziehen. 20 Prozent der Arbeitsplätze werden gestrichen.
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BangaloreDer weltgrößte Düngemittelhersteller Potash streicht wegen des Preisverfalls am Kalimarkt fast jeden fünften Arbeitsplatz. Auf seinem Heimatmarkt Kanada sowie in den USA und in Trinidad baut der Konzern nach Angaben vom Dienstag insgesamt mehr als 1000 Stellen oder 18 Prozent der Arbeitsplätze ab. Gleichzeitig will der Rivale des deutschen Branchenprimus K+S mehrere Produktionsstätten stilllegen. In den Schwellenländern sei das Wachstum geringer ausgefallen als erwartet, erklärte Potash zur Begründung.

Potash hatte erst im Oktober das schwächste Quartalsergebnis seit drei Jahren vorgelegt und dabei seine Geschäftsziele zusammengestrichen. K+S stemmt sich ebenfalls mit einem großangelegten Sparpaket gegen den Abwärtstrend am Düngemittelmarkt. Der Konzern aus Kassel will in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro mehr einsparen als bisher geplant, um am Weltmarkt mithalten zu können. Dabei schließt er auch Stellenstreichungen nicht aus.

Auslöser der Branchenkrise war die Aufkündigung des sogenannten Kali-Kartells durch den russischen Kaliproduzenten Uralkali im Juli. Dies hatte den weltweiten Kali-Markt erschüttert und Unsicherheit unter Produzenten und Kunden geschürt. Weltmarktführer Uralkali begründete seinen Schritt damit, seinen Absatz vor allem in den Schwellenländern steigern zu wollen und dafür auch niedrigere Preise in Kauf zu nehmen. Dies schickte die Kali-Preise auf Talfahrt und stürzte die übrigen Hersteller in die Krise.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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