Kunststoffteile-Produzent
Balda tritt bei Zukaufsplänen auf der Stelle

Seit zwei Jahren plant Balda einen Zukauf. Doch passiert ist seither wenig. Zudem leidet das operative Geschäft des Kunststoffteile-Herstellers auch weiterhin. Das zeigen die ersten Quartalszahlen des Geschäftsjahres.
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DüsseldorfDer Kunststoffteile-Hersteller Balda lässt mit seinem seit zwei Jahren geplanten Zukauf weiter auf sich warten. Daher kommt die Firma im operativen Geschäft auch weiter nicht voran, wie die am Montag veröffentlichten Quartalszahlen zeigen.

Der Vorstand erklärte, mit mehreren potenziellen Übernahmekandidaten in Nordamerika und Westeuropa in fortgeschrittenen Verhandlungen zu sein. Er hoffe, diese nun "zeitnah zu ersten Ergebnissen zu führen." Bereits 2010 hatte sich der Balda-Vorstand auf die Suche nach einem Zukauf gemacht, um die vielversprechende Medizintechnik zu stärken

Nach dem Verkauf seiner Randbereiche trennte sich die immer wieder mit hohen Verlusten ringende Balda von ihren Anteilen an dem malaysischen Touchscreen-Hersteller TPK. Das spülte der Firma insgesamt 392 Millionen Euro in die Kassen, wovon 194 Millionen an die Aktionäre ausgeschüttet wurden.

 

Das Geld auf der hohen Kante - mithin das positive Finanzergebnis - bescherte Balda nun im ersten Quartal des seit Juli laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn nach Steuern von 6,8 Millionen Euro nach einem Minus von 13,1 Millionen vor Jahresfrist.

Operativ litt Balda aber unverändert: Bei einem Umsatzrückgang von zehn Prozent auf 13,9 Millionen Euro war der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lediglich ausgeglichen. Mehr erwartet Balda auch im Gesamtjahr nicht: Firmenchef Dominik Müser bekräftigte, 2012/2013 ohne Zukäufe einen Umsatz auf dem Niveau von 2011 und ein in etwa ausgeglichenes Ebit anzustreben. Im Vorjahr hatte Balda im fortgeführten Geschäft 66,3 Millionen Euro erlöst und operativ einen Verlust von sechs Millionen Euro verbucht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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