Langstreckenflieger
Neuer Airbus A350 wird XXL

Die Fluggesellschaften hatten an den bisherigen Plänen für Airbus' Langstreckenflieger A350 kaum ein gutes Haar gelassen. Er sei technisch veraltet, lautete der Hauptvorwurf. Airbus hat nun reagiert und den neuen A350-XWB vorgestellt. Auffälligste Neuerungen sind das Design und die Größe. Das Modell nimmt Anleihen beim A380.

HB FARNBOROUGH. „Es handelt sich um ein völlig neues Design, ohne Kompromisse, und ist mit der neuesten Technik ausgestattet“, erklärte das Unternehmen am Montag auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. Das Flugzeug stellte der neue Airbus-Vorstandschef Christian Streiff persönlich vor. Im Oktober läuft voraussichtlich die industrielle Entwicklung an. Die Verkaufsgespräche für das Modell würden in drei Monaten beginnen, hieß es. Fertige Maschinen werden aber erst 2012 ausgeliefert – 2 Jahre später als ursprünglich geplant.

„Jetzt haben wir das Beste in dieser Kategorie“, sagte Streiff. „Aber ich nehme mir 100 Tage, um mich gründlich einzuarbeiten, bevor wir auf den Knopf für den industriellen Start drücken.“ Der Franzose hatte vor rund zwei Wochen die Führung von Airbus übernommen nachdem der Deutsche Gustav Humbert aufgrund von Lieferverzögerungen beim Riesenflieger A380 seinen Hut nehmen musste.

Breiterer Rumpf

Das „XWB“ steht bei der A350 für „Extra Wide Body“, das heißt sinngemäß übersetzt „breiterer Rumpf“. An der – zu geringen –Rumpfbreite hatte sich unter anderem die Kritik der Airlines und Leasinggesellschaften entzündet. Nun wird die Kabine größer ebenso wie die Fenstern. Zudem befürchteten die Kunden zu hohe Treibstoffkosten. Dem tritt Airbus mit neuen Triebwerken entgegen, die darüber hinaus auch noch günstiger in der Wartung sein sollen.

Insgesamt sollen nun drei Versionen des A350 geliefert werden mit 250 bis 350 Sitzen. Bislang war nur von zwei Versionen die Rede. Für die erweiterte 350er-Version sollen das Kabelsystem und das Cockpit vom neuen Großraumflugzeug A380 übernommen worden. Für die Neuentwicklung musste Airbus nach Angaben von EADS-Konzernchef Tom Enders rund 10 Mrd. Dollar aufbringen; ursprünglich war nur etwas mehr als die Hälfte veranschlagt. Der A350 sollte im ersten Entwurf nur ein überarbeiteter A330 werden statt einer Neukonstruktion wie jetzt.

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