Le Bourget mit Rekordbeteiligung
Milliardenaufträge für Airbus und Boeing

Die Pariser Luft- und Raumfahrtmesse ist auf Rekordkurs. An den ersten beiden Tagen seien 70 000 Besucher zur weltgrößten Leistungsschau nach Le Bourget gekommen, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

HB LE BOURGET. Das sind 27 % mehr als 2003, als die Amerikaner wegen des Streits mit Frankreich über den Irakkrieg ihre Präsenz runtergefahren hatten. Die Hälfte der Besucher waren Geschäftsleute. Bis Sonntag werden 300 000 Gäste erwartet.

Im Umfeld der Messe wurden auch zahlreiche Geschäfte abgeschlossen. Auch der europäische Flugzeugbauer Airbus hat weitere Bestellungen für sein neues Modell A350 erhalten und damit bei mittelgroßen Maschinen weiter Boden gegenüber der 787 des US-Konkurrenten Boeing gut gemacht.

Am Mittwoch gab die zum Mischkonzern General Electric gehörende Leasinggesellschaft Gecas in Le Bourget bekannt, zehn A350 bestellen zu wollen. Die indische Fluggesellschaft Kingfisher erteilte Airbus zudem einen Auftrag über fünf A350-Maschinen. Somit erhöht sich die Zahl der Bestellungen und Kaufabsichten für den A350, die auf der Flugschau bekannt gegeben wurden, auf 87. Insgesamt konnte Airbus bislang Interessenten für 117 Flugzeuge gewinnen.

Das zunächst unter schleppender Nachfrage leidende A350-Programm kommt damit seinem offiziellen Start im Herbst um einiges näher. Bislang hat Airbus vom Board seiner Muttergesellschaft EADS nur die Genehmigung zur Vermarktung des Flugzeugs. Ende September wird dann - je nach Auftragslage - über den Programmstart entschieden, womit die weitere Entwicklung, Finanzierung und der Bau des Flugzeugs in die Wege geleitet werden.

Airbus-Erzrivale Boeing hat für sein neuestes Modell 787 bislang 266 feste Bestellungen und Kaufabsichten vorliegen. Die 787 Dreamliner soll ab 2008 und damit zwei Jahre früher als das Konkurrenzmodell an die Kunden ausgeliefert werden. Auf der Flugschau Le Bourget - traditionell Schauplatz zur Bekanntgabe von zahlreichen und lukrativen Aufträgen - sind bislang noch keine neuen Aufträge für die 787 hinzugekommen.

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