Lebensmittelkonzern steigert Quartalsumsatz
Nestlé wächst unaufhaltsam

Bei Nestlé, dem weltgrößten Lebensmittelkonzern, ist alles im Plan. Der Umsatz im ersten Quartal ist leicht gestiegen, die Prognose fürs Gesamtjahr steht. Die Preise für Endkunden werden voraussichtlich erhöht.

HB VEVEY. 2005 werde mit einem Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent gerechnet, teilte Nestlé am Montag in Vevey mit. Der Umsatz stieg zwischen Januar und März im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent auf 20,5 Milliarden Franken (13,3 Mrd Euro), das organische Wachstum betrug 4,6 Prozent.

„Den wie erwartet noch andauernden Preisanstieg der Rohstoffpreise im ersten Quartal konnten wir durch Preiserhöhungen ausgleichen“, erklärte Nestlé-Präsident Peter Brabeck-Letmathe. Das Wachstum habe sich aus 2,6 Prozent Realwachstum und 2,0 Prozent Preiserhöhungen zusammengesetzt. Die Wechselkurse hätten mit minus 3,3 Prozent auf den Umsatz zu Buche geschlagen.

Steigende Rohstoffkosten will Nestlé an die Kunden weitergeben. „Es wird weitere Preiserhöhungen geben, wenn die Rohstoffpreise steigen“, sagte Investor-Relation-Chef Roddy Child-Villiers am Montag bei einer Telefonkonferenz. Vor allem bei Kaffee dürften die Rohstoffkosten steigen und wohl auch bei Kakao.

Zugelegt hat der Konzern im ersten Quartal vor allem in Nord- und Südamerika (plus 7,3 Prozent) sowie in Asien, Ozeanien und Afrika (plus 5,1 Prozent). Vergleichsweise schwach schnitt Nestlé dagegen in Europa mit 0,7 Prozent ab. Das Minus von 0,9 Prozent in dieser Region sei durch Preissteigerungen von 1,6 Prozent ausgeglichen worden.

Gut in das neue Geschäftsjahr startete Nestlé nach eigenen Angaben bei den Getränken mit einem Plus von 4,7 Prozent. Das Wachstum bei löslichem Kaffee, Milchprodukten, Kindernahrung und Speiseeis erreichte ein Plus von 4,1 Prozent, Fertiggerichte und Küchenprodukte legten um 3,9 Prozent, Pharma-Produkte um 8,4 Prozent zu. Bei der Heimtiernahrung (plus 6,4 Prozent) stütze sich Nestlé vor allem auf gute Absätze in den USA. Schokoladen und Süßwaren mit einem Wachstum von 1,9 Prozent wurden durch Vertriebsprobleme in Russland beeinträchtigt.

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