Lieferprobleme der Großkonzerne
Kunden warten auf Wasser

Auch nach dem Wetterumschwung in Deutschland bleiben die Lieferengpässe bei einigen Getränken bestehen. So werden die Liebhaber der Wassermarken „Volvic“ und „Vittel“ auch in den nächsten Wochen im Einzelhandel wohl manchmal noch vor leeren Regalen stehen.

PARIS/DÜSSELDORF. „Es fehlt schlicht an LKW-Kapazitäten, um die Vittel-Flaschen aus Frankreich heranzuschaffen“, bestätigt ein Nestlé-Sprecher. Denn nach der strengen deutschen Mineralwasserverordnung muss ein „Mineralwasser“ am Quellort abgefüllt werden. Die entgangenen Umsätze habe man aber über die Marke „Aquarel“ weitgehend ausgleichen können, heißt es bei dem Schweizer Nahrungsmittelmulti.

Konkurrent Danone bestreitet hingegen jegliche Probleme bei der Marke „Volvic“. Brancheninsider berichten unterdessen auch von einem eintägigen Ausfall der Brunnen-EDV, die zu Verzögerungen geführt habe.

Trotz der stark gestiegenen Nachfrage nach Mineralwässern besteht für die Verbraucher generell aber kein Grund zur Sorge: Der Nachschub an Mineralwasser ist gesichert. „Die deutschen Mineralbrunnen arbeiten auf Hochtouren, damit jeder Verbraucher seinen Bedarf an Mineralwasser stillen kann“, erklärte Wolfgang Stubbe, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM). Der VDM vertritt die Interessen der rund 220 deutschen Mineralbrunnen. Leergut sei ebenfalls in ausreichendem Maße vorhanden, sagte Stubbe.

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnen die deutschen Mineralbrunnen Rekordabsätze. „Wir hoffen, dass es gelingt, den Verbrauch des Jahres 2003 noch übertreffen zu können“, sagt Stubbe. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Mineralwasser erreichte damals mit fast 130 Litern den bisher höchsten Stand.

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