Luxus-Konzern
Louis Vuitton hält LVMH über Wasser

LVMH leidet unter Rückgängen bei Wein, Champagner, Uhren und Schmuck. Beim weltweit größten Luxusgüterkonzern LVMH brach der Gewinn im zweiten Quartal um zwölf Prozent auf 1,36 Milliarden Euro ein.

PARIS. Der Gewinn des weltgrößten Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton ist gesunken, dennoch sind die Aussichten verhalten gut. Im ersten Halbjahr hat das französische Unternehmen die Konsumflaute zu spüren bekommen. Der operative Gewinn ist um zwölf Prozent auf 1,36 Mrd. Euro gesunken. Das Nettoergebnis ging sogar um 23 Prozent auf 687 Mio. Euro zurück. Dennoch stieg die Aktie gestern anfangs um 2,35 Prozent auf 62,74 Euro.

Als wichtiger Grund für den An-stieg der Aktie sehen Experten den stabilen Umsatz. Dieser war sogar um 0,2 Prozent auf 7,81 Mrd. Euro angestiegen. Analysten führten auch an, dass der Gewinn zwar gesunken sei, dennoch leicht über den Erwartungen von 1,34 Mrd. Euro ausgefallen sei. Die Aktie des Luxusgüterkonzern sei im Branchenvergleich auch noch günstig bewertet.

LVMH zeigte sich zudem optimistisch: Man werde im derzeit schwierigen Umfeld weiter Marktanteile bei Luxusgütern gewinnen, sagte Vorstandschef Bernard Arnault. Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab er allerdings nicht.

Besonders in der Wein- und Spirituosensparte, wo LVMH Marken wie Hennessy und Veuve Clicquot vertreibt, gab es Einbußen. Dort ging der Gewinn um 41 Prozent zurück. Bei Uhren und Schmuck waren es sogar 73 Prozent. Dagegen gab es im Mode- und Lederwarengeschäft ein leichtes Plus.

Die Marken wie Louis Vuitton, die ihren Vertrieb selbst verantworten, stehen am besten da. Andere Marken, bei denen Dritte den Vertrieb regeln, wie die Spirituosen, Schmuck und Uhren, leiden unter massivem Abbau der Lagerbestände. So sind vor allem die Taschen der Marke Louis Vuitton, die als Werbestar Madonna unter Vertrag hat, nach wie vor begehrt. Der Umsatz bei Louis Vuitton habe um einen zweistelligen Betrag auf zwei Mrd. Euro zugelegt. Die Margen seien „außergewöhnlich“, hieß es, ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen. Auch die Parfüms von Dior und Guerlain liefen gut.

„Aufgrund seiner großen Marken-bekanntheit kommt LVMH verhältnismäßig gut durch die Krise“, sagte ein Pariser Analyst. Im Vergleich zu den Konkurrenten profitiere der Konzern auch davon, dass er in den verschiedensten Regionen weltweit gut aufgestellt ist und die Produktpalette sehr breit ist. Die Schwierigkeiten in den USA und Japan wurden durch bessere Ergebnisse in China, Russland, Indien und Brasilien auf-gefangen.

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