Machtkampf bei Volkswagen
Aufsichtsräte wollen erneut über VW-Führungskrise beraten

Die führenden Aufsichtsräte von Volkswagen wollen erneut über die Führungskrise beraten. Um die Fronten zu glätten, wollten die sechs Mitglieder des Aufsichtsratspräsidiums zeitnah zu eine Gespräch zusammenkommen.
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DüsseldorfDie führenden Aufsichtsräte von Volkswagen wollen erneut über die Führungskrise beraten, die den Autohersteller seit zehn Tagen im Griff hat. Um die Fronten zu glätten, wollten die sechs Mitglieder des Aufsichtsratspräsidiums zeitnah zu eine Gespräch zusammenkommen, wie das Handelsblatt (Montageausgabe) aus dem Umfeld des Gremiums erfuhr. 

Vordringlichstes Ziel soll sein, ein vernünftiges Miteinander von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und VW-Chef Martin Winterkorn zu erreichen. Die Arbeit zwischen den Beiden müsse funktionieren, hieß es im Umkreis der Beteiligten. Dazu müsse es eine Klarstellung geben.

Piëch hatte mit seiner Erklärung, dass er zu Distanz zu Winterkorn gegangen sei, Volkswagen in eine Führungskrise gestürzt. Am vergangenen Freitag hatte sich das Präsidium zwar hinter Winterkorn gestellt, allerdings gegen das Votum von Piëch.

Das Treffen soll noch vor der Hauptversammlung von VW am 5. Mai stattfinden. Finden die Aufsichtsräte bis dahin keine Lösung, dann droht eine Revolte der Kleinaktionäre. Wie schon bei dem letzten Treffen am vergangenen Donnerstag sollen an der Neuauflage neben Piëch auch Betriebsratschef Bernd Osterloh, dessen Vize Stephan Wolf, Ex-IG-Metall-Chef Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wolfgang Porsche.

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