Manfred Schneider
„Was ist an der Deutschland AG so negativ?“

PremiumDer einst mächtigste Aufsichtsrat der Republik kann an einer möglichen Hilfsaktion der Industrie für die Deutsche Bank nichts Schlechtes finden. Im Interview warnt er zudem vor Protektionismus und verteidigt Bayers Monsanto-Deal.

LeverkusenManfred Schneider empfängt in der historischen Bayer-Verwaltung inmitten des riesigen Chemiekomplexes von Leverkusen. Dunkler, schwerer Marmor ziert die Eingangshalle. Krasser könnte der Gegensatz zu dem offenen und direkten Wesen des Gastgebers nicht sein. In wenigen Wochen wird Schneider 78 Jahre alt. Wäre das Jahr 2016 nicht das offizielle Ende seiner Managerkarriere, der Mann würde einfach weitermachen. Im Frühjahr übergab der ehemalige Bayer-Chef seine letzten Posten, die Aufsichtsrats-Chefsessel von RWE und Linde, an Nachfolger. Jetzt bezeichnet er sich als „Nicht-mehr-Manager“. Das Wort Pensionär käme ihm nicht über die Lippen. Deshalb will Schneider auch keine Rückschau auf das...

 
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