Maschinenbau
Auftragsrückgang verlangsamt sich

Weiterer schlechter Monat für den deutschen Maschinenbau: Der Auftragseingang ist im Oktober um real 29 Prozent eingebrochen. Allerdings ist diese Zahl im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten laut Verband VDMA in Zeichen der allmählichen Stabilisierung: Die Minusraten gehen zurück.
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HB FRANKFURT. Die Lage im krisengeschüttelten deutschen Maschinenbau stabilisiert sich allmählich auf niedrigem Niveau. Die Auftragseingänge sanken im Oktober im Vorjahresvergleich um real 29 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Im September hatte das Minus noch 33 Prozent betragen, im August brachen die Bestellungen sogar um 43 Prozent ein.

Noch sind die Unternehmen zögerlich, Arbeitsplätze abzubauen. Der Verband hatte prognostiziert, dass die Branche im laufenden Jahr rund 60 000 der zum Jahresbeginn 954 000 Stellen abbauen werde. „Ich möchte im Moment nicht ausschließen, dass es weniger werden. Ich halte die Zahl im Moment für den oberen Rand dessen, was wir erwarten müssen“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Der Branchenverband sieht inzwischen Licht am Ende des Tunnels. „Der Auftragseingang im Oktober hat den Befund des vergangenen Monats erhärtet, demzufolge der tiefe, heftige Fall der Orders aus In- und Ausland endlich gestoppt werden konnte“, sagte Wiechers. Allerdings könnten die jüngsten Daten nur „mit etwas Mut als erste Anzeichen einer leichten Besserung interpretiert werden“.

Im Dreimonatsvergleich von August bis September ergibt sich in der Branche ein Minus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ordereingänge aus dem Inland brachen um 36 Prozent ein, aus dem Ausland um 34 Prozent.

Bis sich das Ende der Talfahrt im Umsatz und in der Produktion niederschlägt, vergehen in der deutschen Schlüsselindustrie in der Regel mehrere Monate. Daher ist der Branchenverband bei seinen Prognosen weiter vorsichtig. „Diese Entwicklung steht auf wackeligen Beinen und ist noch weit davon entfernt, mit dem Prädikat Trendwende bezeichnet werden zu können. Ganz zu schweigen von dem niedrigen Niveau, auf dem das Ganze stattfindet“, betonte Wiechers. Aber immerhin sei ein Anfang gemacht.

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