Maschinenbau-Konzern
Gea einigt sich mit Altaktionären auf Vergleich

Der Maschinenbau-Konzern Gea Group hat einen lange währenden Streit mit Altaktionären beendet. Der Vergleich sehe eine erhöhte Abfindung in Aktien und einen finanziellen Ausgleich vor, wie das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte.
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Düsseldorf17 Parteien hatten Ansprüche gestellt. Bei ihnen handelt es sich um Aktionäre der ehemaligen Gea AG, die 1999 von der Metallgesellschaft AG, der späteren MG Technologies, übernommen wurde. Sie hatten bereits vor mehr als zwölf Jahren eine Abfindung erhalten, fühlten sich dabei aber als zu billig abgespeist und waren vor Gericht gezogen. Das Landgericht Dortmund gab ein Gutachten in Auftrag. Auf der Grundlage dieses Gutachten machte das Gericht im Herbst 2009 einen Vergleichsvorschlag, auf dem die nun gefundene Lösung fußt.

Die Parteien sollen nun als erhöhte Abfindung, basierend auf einem neuen Umtauschverhältnis von 31 Aktien der heutigen Gea Group für 15 Aktien der ehemaligen Gea AG, bis zu rund 13,42 Millionen neue Aktien erhalten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des vergangenen Jahres belaste der Vergleich insgesamt mit maximal 500 000 Euro, sagte ein Sprecher. Das Ergebnis unter dem Strich bleibe davon unberührt. Auf das laufende Geschäftsjahr 2012 habe die Einigung ebenfalls keine Auswirkung. Gea hatte in den vergangenen Jahren bereits Rückstellungen für den Fall gebildet.

In der Folge haben die ehemaligen Aktionäre der alten Gea AG, die 2005 mittels Zwangsabfindung herausgedrängt wurden, die Möglichkeit, den damaligen Vergleich rückabzuwickeln. Sie könnten die Ausgabe von bis zu rund 1,68 Millionen weiterer Aktien verlangen, müssten aber im Gegenzug ihre Barabfindung von 53 Euro je Aktie nebst gezahlten Zinsen zurückerstatten, hieß es.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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