Maschinenbauer
Gildemeister verschärft Sparkurs

Derzeit kommt es für Bielefeld knüppeldick: Schiesser ist in der Insolvenz. Die Arminia droht aus der Fußball-Bundesliga abzusteigen und auch der große Arbeitgeber Gildemeister muss immer mehr sparen. Dabei wurden schon so viele Stellen gestrichen.

HB BIELEFELD. Der Maschinenbauer Gildemeister hat sein Kostensenkungsprogramm deutlich ausgeweitet. Man wolle 100 Mio. Euro einsparen, sagte Firmenchef Rüdiger Kapitza am Freitag bei der Jahreshauptversammlung in Bielefeld. Noch vor zwei Monaten hatte der Werkzeugmaschinenhersteller von 60 Mio. Euro an Einsparungen gesprochen.



Kapitza rechnet damit, dass die Geschäfte im Laufe des Jahres leicht anziehen. Eine angesichts der kaum vorhersehbaren Entwicklung der Weltwirtschaftskrise vorsichtige Schätzung des Auftragseingangs für das Gesamtjahr liege bei 1,3 Mrd. Euro, sagte er. Im Rekordjahr 2008 hatte Gildemeister einen Auftragseingang von knapp 1,9 Mrd. Euro verbucht.

Trotz des verschärften Sparprogramms soll es zunächst keinen weiteren Personalabbau über die bereits bekannten Pläne hinaus geben. Kapitza sagte erneut, bis Ende des ersten Halbjahres sollten alle der zu Spitzenzeiten im Jahr 2008 beschäftigten 500 Leiharbeiter die Firma verlassen haben. Bis dahin werde die restliche Belegschaft zudem von 6451 Mitarbeitern (Ende 2008) um 309 Beschäftigte reduziert. Betroffen seien vor allem Mitarbeiter mit befristeten Verträgen, bekräftigte Kapitza.

Der Auftragseingang im ersten Quartal hatte mit rund 237 Mio. Euro deutlich unter dem Rekordniveau des Vorjahresquartals (rund 592 Mio. Euro) gelegen. Positive Impulse seien im Solargeschäft und durch Kooperationen in Asien zu erwarten. 2008 hatte der Konzern trotz eines starken Auftragseinbruchs im vierten Quartal die Erlöse um 22 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gesteigert. Der Überschuss hatte um 62 Prozent auf 81,1 Mio. Euro zugelegt.

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