Maschinenbauer
Tognum zahlt mehr Dividende im Abschwung

Die Nachfrage trübt sich weltweit ein, Tognum wird trotzdem fürs abgelaufene Jahr eine Dividende ausschütten - und zwar eine leicht erhöhte. Grund: Neue Rekorde bei Umsatz, Gewinn und Auftragseingang.

HB FRIEDRICHSHAFEN. Der Hersteller von Antriebssystemen und Energieanlagen Tognum hat im vergangenen Jahr seine Ergebnis- und Margenziele erfüllt. Trotz des schwächeren vierten Quartals wurden im Gesamtjahr Steigerungen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erzielt. Für das laufende Jahr sprach der Tognum-Chef Volker Heuer am Donnerstag von einer neuen Herausforderung für das Geschäft.

Die Kunden litten unter Finanzierungsproblemen, weshalb es schon im vierten Quartal zu Verzögerungen bei den Lieferabrufen gekommen sei. Heuer zeigte sich aber überzeugt, „dass wir auch mittelfristig erfolgreich bleiben“. Für das vergangene Jahr will der Konzern eine von 0,60 Euro auf 0,70 Euro je Aktie erhöhte Dividende zahlen.

Die Zahlen für das vergangene Jahr blieben insgesamt leicht unter den Erwartungen der Analysten. Mit einem Umsatzplus von 10,5 Prozent auf 3,133 Mrd. Euro verfehlte Tognum auch das selbst gesteckte Wachstumsziel von mindestens elf Prozent. Um Wechselkurseffekte bereinigt betrug die Steigerungsrate aber fast 13 Prozent, hieß es. Der Auftragseingang legte um vier Prozent auf 3,231 Mrd. Euro zu.

Mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 407 Mio. Euro wurde wie von Tognum in Aussicht gestellt eine EBIT-Marge von 13 Prozent erzielt. 2007 waren es noch 13,8 Prozent. Unter dem Strich blieben 2008, ebenfalls auf bereinigter Basis, 264 Mio. Euro oder 2,01 Euro je Aktie. Die Bereinigungen beziehen sich auf Abschreibungen etwa auf Zukäufe sowie auf Wechselkurseffekte aus Sicherungsgeschäften.

Von den Händlern wurden die Zahlen am Morgen freundlich aufgenommen. Ein Börsianer sprach in einer ersten Reaktion von einer „soliden Bilanz“. Ein weiterer Marktteilnehmer sah die Eckdaten zwar „mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen“. Positiv seien aber aus seiner Sicht die mittelfristig zuversichtlichen Aussagen. „Darauf sollte die Aktie positiv reagieren.“ Im Vormittagshandel notierte das Tognum-Papier mit 1,14 Prozent im Plus bei 8,00 Euro.

Eine Prognose für das laufende Jahr will Tognum erwartungsgemäß erst zur Jahrespressekonferenz Ende März vorlegen. Tognum-Chef Heuer sagte lediglich, er sei zuversichtlich, „dass wir auch mittelfristig erfolgreich bleiben“. Um gut durch die Krise zu steuern, setzt das Unternehmen auf seine breite Geschäftsaufstellung mit mehr als 20 unterschiedlichen Anwendungen.

So baut das Unternehmen, an dem der Automobilhersteller Daimler ein Viertel hält, Motoren für Baumaschinen, Yachten und Frachtschiffe, aber auch für den Einsatz im Bergbau oder Zügen. Darüber hinaus gehören Energiesysteme wie Notstromaggregate zum Portfolio. Als weitere Erfolgsfaktoren sieht Tognum die ausgeglichene regionale Umsatzverteilung sowie die hohe Flexibilität in der Produktion an.

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