Medien
Red Bull entdeckt die Wettervorhersage

Red Bull baut einen umfassenden Medienkonzern auf. Der neuste Coup: Der Getränkekonzern steigt bei Österreichs größtem privaten Wetterdienst ein. Die Daten sollen für dem eigenen TV-Sender Flügel verleihen.
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DüsseldorfDer österreichische Getränkekonzern Red Bull landet seinen nächsten Coup beim Aufbau eines umfassenden Medienunternehmens. Der Red-Bull-Konzern beteiligt sich mit 50 Prozent an der Ubimet GmbH in Wien, dem größten privaten Wetterdienst in Österreich. Das berichtet das Handelsblatt (Mittwochs-Ausgabe). Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz wird die Daten des privaten Wetterdienstes künftig wahrscheinlich vor allem für seine eigenen Medien-Unternehmen nutzen können.

„Ubimet zählt zu den führenden Wetterdienstleistern in Zentral- und Osteuropa“, bestätigte eine Red-Bull-Sprecherin den Einstieg bei dem völlig branchenfremden Unternehmen. Weitere Details zur künftigen Zusammenarbeit mit Ubimet werde der Getränkekonzern erst zu „gegebener Zeit“ bekanntgeben. Es geben verschiedene Ideen und Projekte. Ein Ubimet-Sprecher bezeichnete Red Bull als „idealen Partner“. Zum Kaufpreis wollten sich beide Seiten nicht äußern.

Wetterdienste spielen in vielen Medienunternehmen eine immer größere Rolle. Fernsehzuschauer und Zeitungsleser erwarten, dass sie auch im Detail über die Wetterlage informiert werden. Den Medienunternehmen von Red Bull erwächst ein Wettbewerbsvorteil, wenn sie künftig unmittelbaren Zugriff auf die Wetterdaten von Ubimet bekommen. Die Red-Bull-Gruppe besitzt mit „ServusTV“ bereits einen eigenen Fernsehsender, dessen Programm besonders auf die Alpenregion ausgerichtet ist. In ausgewählten Kabelnetzen ist das Programm auch weiter nördlich in Deutschland zu empfangen.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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