Medienbericht
Aus für weitere Siemens-Vorstände

Bei Siemens müssen einem Medienbericht zufolge nach der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Klaus Kleinfeld noch weitere Top-Manager gehen. Sie sollen in die Korruptionsaffäre verwickelt sein.

HB MÜNCHEN. Die Verträge mit den Zentralvorständen Johannes Feldmayer und Jürgen Radomski würden nicht verlängert, berichtete die „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag in einer Vorabmeldung. Darüber sei sich der Aufsichtsrat einig. Beide Verträge laufen in diesem Jahr aus. Feldmayer und Radomski wurden dabei schon seit einiger Zeit als Wackelkandidaten in der Siemens-Spitze gehandelt. Ein Siemens-Sprecher sagte dazu am Freitagabend, das Unternehmen kommentiere den Bericht nicht. „Das ist eine Angelegenheit des Aufsichtsrats“.

Die Siemens-US-Anwälte Debevoise & Plimpton hätten den Aufsichtsrat über belastende Erkenntnisse aus Radomskis Aufgabenbereich informiert, hieß es. Dieser ist für Personalthemen zuständig. Gegen Feldmayer wird wegen der möglichen Schmiergeldzahlungen an die Arbeitnehmervertretung AUB ermittelt. Zeitweise saß er sogar in Untersuchungshaft.

Kleinfeld hatte am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er will gehen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef ist laut Branchenkreisen noch kein Durchbruch gelungen. Im Gespräch ist noch immer Linde-Chef Wolfgang Reitzle.

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