Medienbericht
Løseth soll neuer Vattenfall-Chef werden

Der Norweger Øystein Løseth soll laut einem Medienbericht neuer Chef bei dem auch in Deutschland aktiven schwedischen Energiekonzern Vattenfall werden. Bishe rist Løseth Chef der Vattenfall-Tochter Nuon.
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HB STOCKHOLM.Der Aufsichtsrat des Staatsunternehmens wolle Løseth bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Sonntag zum Nachfolger von Lars G. Josefsson (59) benennen, schrieb die Zeitung "Dagens Industri" am Samstag in Stockholm. Vattenfall wollte die Angaben nicht kommentieren. Der 1958 geborene Løseth ist bisher Chef der neu zugekauften niederländischen Vattenfall-Tochter Nuon.

Josefsson war zuletzt vor allem wegen der massiven Probleme bei der deutschen Tochter des Konzerns in die Schusslinie geraten. Die schwedische Regierung wirft ihm die Unterschrift unter einer Haftungsverpflichtung für Unfälle in Vattenfalls norddeutschen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel vor, die das Mutterunternehmen voll schadensersatzpflichtig macht.

Josefsson wird auch die Pannenserie in den beiden Kernkraftanlagen angelastet, die zu einem fast permanenten Stillstand seit Sommer 2007 geführt hat. Die Regierung in Stockholm als alleiniger Anteilseigner ist außerdem unzufrieden mit den massiven Investitionen des Konzerns in die nicht erneuerbaren Energien Kohle und Gas sowie in die Atomkraft. Ein weiterer Kritikpunkt ist der stark angeschlagene Ruf von Vattenfall bei den Kunden.

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