Medienbericht
Peugeot spricht über Verkauf seiner Finanzsparte

Der Autobauer PSA Peugeot Citroen leidet unter der Absatzkrise und will nun an die spanische Banco Santander einen Teil seiner Finanzierungssparte verkaufen. Die Verhandlungen sind aber noch in einem frühen Stadium.
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ParisDer kriselnde Autobauer PSA Peugeot Citroen spricht Insidern zufolge über einen Teilverkauf seiner Finanzierungssparte an die spanische Großbank Santander. Damit könnte die Tochter Banque PSA Finance auch ohne die – mit drastischen Auflagen für PSA verbundenen – Staatsgarantien von sieben Milliarden Euro auskommen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus mit den Plänen vertrauten Kreisen. Dies könnte auch Verhandlungen des französischen Autobauers über eine engere Zusammenarbeit mit der amerikanischen Opel-Mutter General Motors einen Schub geben, hieß es weiter. Peugeot und Santander wollten sich nicht dazu äußern.

Die Staatsauflagen sehen Grenzen für Vorstandsvergütungen und Stellenstreichungen vor und ermöglichen es der Regierung, einen Posten im Verwaltungsrat zu besetzen. Der Konzern baut derzeit rund 11.000 Stellen ab.

Peugeot erwägt den Kreisen zufolge auch eine weitergehende Zusammenarbeit mit Banco Santander, die bereits mit dem Konzern in Lateinamerika zusammenarbeitet. Auch eine Zusammenlegung der Finanzbereichs mit dem Kreditinstitut sei im Gespräch, berichtete das „Wall Street Journal“. Eine Möglichkeit sei, dass Santander die Hälfte von Banque PSA übernehme. Es sei aber auch denkbar, dass andere Banken ins Boot geholt würden, um die Finanzlage der Sparte zu verbessern.

Der Autobauer, der besonders unter der Absatzkrise in Europa leidet, sah sich vergangenes Jahr gezwungen, für die Banque PSA staatliche Garantien zu beanspruchen. Die EU-Kommission prüft den Vorgang derzeit. Die Sparte hilft Peugeot bei der Finanzierung von Autokäufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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