Medizintechnik
Asien und Amerika treiben Drägerwerk an

Starke Geschäfte in Asien und Amerika bringen Drägerwerk auf Hochtouren. Das Unternehmen nimmt Kurs auf ein Rekordjahr. 2011 sieht es allerdings nicht ganz so toll aus.
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HB HAMBURG. Der Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter Drägerwerk nimmt nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal Kurs auf ein Rekordjahr. Das Lübecker Unternehmen vervierfachte seinen Gewinn von Juli bis September dank seines Sparkurses und florierender Geschäfte in Amerika und Asien. Auch der hohe Anteil an besonders profitablen Aufträgen für Beatmungs- und Anästhesiegeräte sorgte dafür, dass der Reingewinn auf 14,3 Millionen Euro sprang, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor Jahresfrist hatte ein Ergebnis nach Steuern von 3,5 Millionen Euro in den Büchern gestanden.

"Schon heute sind wir sicher, dass 2010 das beste Geschäftsjahr unserer Unternehmensgeschichte werden wird", sagte Vorstandschef Stefan Dräger. Für das laufende Jahr stellte er ein Umsatzplus von zehn Prozent in Aussicht. Das Ziel, die operative Rendite auf acht bis neun Prozent zu steigern, hatte das Lübecker Familienunternehmen bereits Mitte Oktober ausgegeben, als der gute Geschäftsverlauf im dritten Quartal sichtbar wurde. Erst im Juni hatte der Konzern seine Prognose aufgestockt.

Für 2011 stimmte der Vorstand die Investoren auf ein geringeres Wachstum ein. Bei einem leicht höheren Umsatz rechne Dräger nicht damit, dass die Ebit-Marge höher als 2010 ausfalle. "Mittelfristig planen wir, stärker zu wachsen als der Markt und eine nachhaltige Ebit-Marge von mindestens zehn Prozent zu erreichen", sagte Unternehmenschef Dräger. Die Aktie der Drägerwerke verlor eineinhalb Prozent an Wert und war damit größter Verlierer im TecDax.

Die operativen Zahlen seien gut, aber nach der Prognoseanhebung Mitte Oktober sollte sich die positive Überraschung in Grenzen halten, schrieben die Analysten der DZ Bank in einem Kurzkommentar. An den vergangenen fünf Handelstagen hatten die Vorzugsaktien 10,6 Prozent zugelegt, die Stämme 14,4 Prozent.

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