Medizintechnikhersteller
Zeiss Meditec mit Gewinn- und Umsatzplus

Trotz Verzögerungen bei einer Firmenübernahme rechnet Carl Zeiss Meditec mit einem anhaltend hohen Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Der Jenaer Medizintechnikhersteller hat wegen des starken Geschäfts in den USA bereits in den ersten sechs Monaten seines Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

HB FRANKFURT. „Wir haben im ersten Halbjahr 2005/2006 erneut gezeigt, dass wir in der Lage sind, aus eigener Kraft profitabel zu wachsen“, sagte Vorstandssprecher Ulrich Krauss am Montag in Jena. „Die getätigten Akquisitionen beschleunigten dieses Wachstum.“ Die Erlöse des Augenheilkunde-Spezialisten stiegen von Oktober bis März um 34 Prozent auf 192,3 Mill. Euro. Ohne Zukäufe wären es 15 Prozent gewesen. Das zum Opto-Elektronikkonzern Carl Zeiss gehörende Unternehmen steigerte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 41 Prozent auf 23,4 Mill. Euro. Unter dem Strich verdiente Meditec mit 11,8 Mill. Euro gut die Hälfte mehr als vor Jahresfrist.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2005/06 (zum 30. September) will Zeiss Meditec mit neuen Produkten Umsatz und Gewinn weiter steigern und dabei mindestens das Branchenwachstum von zehn Prozent erreichen. Vor weiteren Firmenkäufen will Zeiss Meditec die vom Mutterkonzern übernommene Sparte Surgical - sie stellt Produkte für die Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie her - endgültig integrieren.

Der Bereich Diagnosesysteme, der zwei Drittel des Geschäfts ausmacht, legte um ein gutes Viertel zu. Der Umsatz mit Lasern zur Behandlung von Augenkrankheiten und mit künstlichen Linsen stieg nach dem Kauf der französischen Ioltech im vergangenen Jahr sogar um zwei Drittel. In den Vereinigten Staaten profitierte Zeiss Meditec nach eigenen Angaben von der Bereitschaft der Augenärzte, in moderne Technik für präzisere Diagnosen zu investieren. Im Hauptmarkt der Carl Zeiss Meditec - 43 Prozent der Erlöse werden in den USA erwirtschaftet - wuchs das Geschäft binnen Jahresfrist um knapp die Hälfte. Der Anteil des Deutschland-Geschäfts fiel auf unter fünf Prozent.

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